Spiegel-Interview mit Jaron Lanier
In der aktuellen Ausgabe des Spiegels warnt Jaron Lanier in einem Interview über den gefährlichen Glauben an die Weisheit der Massen.
Trotz einiger guter Ideen wie Demokratie und Offenheit, bringe das Internet dennoch sorgenvolle Entwicklungen hervor, so Lanier. Insbesondere die kollektive Intelligenz sei eine Eigenschaft des Internets, die negative Auswirkungen haben könne: “In der Wikipedia-Welt bestimmen jene die Wahrheit, die am stärksten besessen sind”. Aggregatoren und das Kollektiv ziehen die Macht an sich, das Individuum sei lediglich ein Ideen-Lieferant.
Den Grund für rasante Fortschritte in der digitalen Welt und damit auch für die ansteigende “Gedankgleichmacherei” sieht Lanier in der anti-evolutionären Eigenschaft digitaler Technik: Die Netzkultur, also der Umgang mit Computer und Technik, durchläuft nicht die gleiche Evolution wie die menschliche Kultur. Auf schnellem Wege werden Technologien zu Standards, ohne dass sie evolutionär gereift wären.
Weiterhin warnt Lanier davor, die Realität als einen Computer zu betrachten, dessen Software der Mensch nur verbessern bräuchte. Eine Möglichkeit, der “Vermassung” im Internet entgegenzuwirken, sieht Lanier in einer Technik, mit der im Internet mit anspruchsvollen Inhalten Geld verdient werden kann und so der kollektiven Weisheit etwas Individualität entgegen gesetzt werden kann.
Jaron Lanier spricht an diesem Donnerstag beim 2. Dresdner Zukunftsforum in seinem Vortrag “The New Definition of Personhood” über den Einfluss von Technologie und Design auf das menschliche Wesen.
Das gesamte Interview mit Jaron Lanier in der aktuellen Spiegel-Ausgabe kann als E-Paper heruntergeladen werden.
Eine Diskussion zu dem Spiegel-Interview mit Jaron Lanier läuft aktuell unter http://blog.sinnerschrader.de/mt/mt-tb.cgi/1253.










Nachdem der Fischmarkt vom “größten PR-Coup der Veranstalter” schreibt (http://www.fischmarkt.de/2006/11/gefaehrlicher_glaube.html), freue ich mich schon auf eine große Show morgen auf der Veranstaltung.
[...] This week, the German magazine Spiegel has published an interview with Jaron Lanier in which he warns of the impacts of collective intelligence. Despite some positive effects of the Internet like openness, the rapid and anti-evolutionary development of information technologies is a critical aspect in the digital world. Tim O’Reilly, on the other hand, favors in a recent blog post on his O’Reilly Radar blog, the idea of “harnessing collective intelligence” by Web 2.0 services. In this blog entry, he distinguishes this term from user-generated content. [...]
[...] Fischmarkt ist mal wieder hart am Wind und bringt einen Hinweis auf ein Interview mit Internetpapst Jaron Lanier der den ganzen Hype um Web 2.0 mal etwas kritischer [...]