Web 2.0 – Modelle und Prinzipien

Gemäß dem Zitat von William Gibson „The future has already arrived. It’s just not evenly distributed”, beginnt Tim O’Reilly seinen Vortrag über Web2.0 mit der Aussage, dass die Zukunft des Web2.0 bereits da ist, aber noch nicht gleichmäßig verteilt sei.

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Heutige Randaktivitäten, wie auch das von Lanier eher kritisch zitierte Portal SecondLife, werden die Zukunft des Internets bestimmten. Dieser Lifecycle bestand bereits zu Zeiten des Web 1.0: Linux und Open Source waren beispielsweise auch Randbereiche, die sich zum Mainstream entwickelten. Ebenso wird es auch laut O’Reilly mit „Web 2.0“-Anwendungen passieren.Was haben erfolgreiche „Web2.0“-Applikationen gemeinsam? Sie sind Internet-Plattformen, in denen häufig Daten aggregiert werden. Sie basieren auf Open Source und sind insbesondere auf Nutzerfreundlichkeit ausgerichtet. Das Thema Datenaggregation hörten die Teilnehmer des 2. Dresdner Zukunftsforum bereits in einem kritisch-philosophischen Zusammenhang in den Thesen von Jaron Lanier.

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Tim O’Reilly stellte die für ihn wesentlichen Eigenschaften des Web 2.0 vor, so zum Beispiel:

- Web as a platform
- Software as a Service
- Harnessing collective intelligence
- Data is the next Intel Inside

Die User stehen im „Web 2.0“-Modell im Vordergrund: “Nicht die Technik macht uns smarter, sondern wir machen Technologien smarter“, so Tim O’Reilly. Das Peer-to-Peer-Prinzip spielt dabei auch eine wichtige Rolle. Nicht nur die Interaktion untereinander ist gemeint, sondern auch die Bereitstellung von Infrastruktur durch die Nutzer, so z.B. bei Skype. Nutzer und Anwender von „Web 2.0“-Services vernetzen sich aufgrund der Technologie und bilden Systeme, die stetig verbessert und weiter entwickelt werden, je mehr Menschen daran teilnehmen.

Seinen Vortrag rundete Tim O’Reilly mit den Worten des Futuristen Ray Kurzweil ab, dass Web 2.0 und Innovation im Allgemeinen nicht für die Gegenwart entwickelt werden, sondern für die Zukunft.

Ein gutes Abschlusszitat für das 2. Dresdner Zukunftsforum.

Comments

There are 2 comments on “Web 2.0 – Modelle und Prinzipien”

  1. centrestage » Zukunft des Internets-What is Web 2.0 Design Patterns and Business Models for the Next Generation of Software on 17.11.2006 11:08

    [...] Dennoch hat er auf dem 2. Dresdner Zukunftsforum sehr charismatisch rüber gebracht, was die inzwischen bekannten, Marketing-Slogan-ähnlichen Aspekte des Web 2.0 selbst nicht ausdrücken könnten: [...]

  2. Christian Boris Schmidt » An was erinnern die Augen von Tim O’Reilly bloß? on 02.12.2006 18:19

    [...] Kürzlich habe ich folgendes Foto vom Erfinder des Begriffs “Web 2.0″ auf dem “2nd Dresden Future Forum” gesehen. Die Reflektion in seinen Augen erinnert mich ganz stark an etwas… – wenn das nichts zu heißen hat! ;-) [...]

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