Neues im Second Life

Per Mausklick die Dresdner Gemäldegalerie besuchen.

Im Gästebuch auf der Seite der virtuellen Dresdner Gemäldegalerie, die seit Kurzem an 24 Stunden pro Tag und an sieben Tagen in der Woche in SecondLife zugänglich ist, liest man vor Allem Lob. Das detailgetreue Abbild der echten Gemäldegalerie Alte Meister inklusive aller 750 Werke ist die erste virtuelle Ausstellung dieser Art. Dresden ist somit innovativer Vorreiter auf diesem Gebiet.

Besucht wird die digitale Gemäldegalerie von so genannten Avataren. Das sind virtuelle Menschen im SecondLife, hinter denen sich reale Menschen verbergen, die die Figur von irgendeinem Rechner in der Welt über das Internet steuern. Die Besucher der 3D-Welt machen sich mit wenigen Mausklicks auf den Weg zur Zwinger-Kopie, um u.a. Erinnerungen von diesem Ort aufzufrischen, sich über die Kunstwerke zu informieren, andere Leute zu treffen oder einen realen Besuch in Dresden zu planen. Einige SecondLife-Bewohner nutzen die Gelegenheit sogar, um mit Führungen durch das Gebäude den ein oder anderen Lindendollar, die digitale Währung von SecondLife, zu verdienen.

Auch auf Seiten des Betreibers steht der Nutzen im Vordergrund. Begleitet wird das Projekt vom Institut für Kommunikationswissenschaften der Technischen Universität Dresden, das wissenschaftlich untersucht, wie das neue Angebot angenommen wird und wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden von der Simulation und dem zusätzlichen Kommunikationskanal profitieren können. Denn, so viel steht bereits fest, der Ausflug in den durchaus gelungenen virtuellen Nachbau des Zwingers, kann einen Besuch des Ortes in der realen Welt nicht ersetzen. Dafür bietet er jedoch eine sehr eindrucksvolle Vorschau, die so Manchen schon auf den Geschmack gebracht hat beim nächsten Aufenthalt in Dresden in der Original-Galerie vorbei zu schauen.

Mehr Informationen finden Sie unter:
Webseite der virtuellen Galerie
Artikel “Das zweite Leben der Dresdner Kunstschätze” in “Die Welt”

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