Wolfgang Wahlster beim future talk auf der CeBIT

Im Rahmen der offiziellen Eröffnung diskutiert DFKI-Chef Prof. Wolfgang Wahlster, Sprecher bei unserem 3. Dresdner Zukunftsforum im Juni diesen Jahres, mit Physiknobelpreisträger Prof. Peter Grünberg, Ministerialdirektor Dr. Wolf-Dieter Lukas, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft und Christopher Schläffer, Chefinnovator der Deutschen Telekom zur HighTech Strategie der Bundesregierung und IKT 2020, das Rahmenprogramm für Informations- und Kommunikationstechnologie. In zahlreichen weiteren Vorträgen und Podiumsdiskussionen präsentiert das DFKI Ideen, Projektergebnisse und Perspektiven.

Erfolgsgeschichte Social Networks

Geht es nach einer Studie des britischen Internet-Dienstleisters hitwise könnten die Betreiber sogenannter Social Networks in naher Zukunft den großen Suchmaschinen wie Google große Marktanteile abnehmen.

Schon heute leiten die Social Networks 7,7 Prozent des Upstream Internet Traffics an andere Websites weiter. Damit sind die Social Networks der zweitgrößte Traffic-Lieferant im Internet nach den Suchmaschinen.

Andreas Goss fasst dazu einige Key Learnings zusammen und befasst sich mit der Frage, ob sich die Erkenntnisse der Studie auch auf Deutschland übertragen lassen.

Den Erfolg der Social Networks untermauert auch eine weitere Studie. Laut comScore sind mittlerweile 45 Prozent aller deutschen Online-Nutzer in einem Online Social Network (OSN) registriert. Eine genauere Analyse der Studie findet sich bei denkquer.

Enterprise 2.0 in Deutschland

Enterprise 2.0 ist in vielen deutschen Unternehmen noch kein Thema.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von CoreMedia und Berlecon. Technologien wie Wikis, Blogs oder Social Bookmarking werden bei über 90 Prozent der befragten Unternehmen weder abteilungsübergreifend noch unternehmensübergreifend eingesetzt. Etwa die Hälfte der Fachverantwortlichen glaubt zwar an die Relevanz von Web 2.0 für den Unternehmensalltag, der konkrete Nutzen bleibt aber unklar. Fast 90 Prozent der Befragten gaben außerdem an, dass die Anforderungen hinsichtlich Zusammenarbeit und Wissensaustausch gestiegen sind.

Diese Erkenntnis deckt sich mit der Einschätzung von „redaktionelles-wissensmanagement“, wonach sich die allgemeine Informationsmenge bis 2010 versechsfachen und die Unternehmen so dazu zwingen wird, geeignete Strategien zur Bewältigung zu suchen.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang: Bernd Schmitz schreibt in seinem Blog, dass die Unternehmen ihre Kommunikationskultur verändern müssen und zwar „nicht einfach per Arbeitsanweisung oder Managementrichtlinie“ sondern durch Führungskräfte, die „ein neues Dogma akzeptieren und vorleben.“

Edit: bwl zwei null greift das Thema ebenfalls auf.

Don Tapscott zu Gast bei der Berlinale

Don Tapscott, Referent beim 3. Dresdner Zukunftsforum im Juni, war gestern als Sprecher zu Gast bei den Berlinale Keynotes des Medienboards Berlin-Brandenburg.

Sein Thema: Die Zukunft des Films. Laut Tapscott werden sich Produktion, Verbreitung und Vermarktung von Filmen unter dem Einfluss des Mitmach-Webs in Zukunft stark verändern. Eine Zusammenfassung (und kontroverse Diskussion) des Vortrags gibt es bei Heise online.

Edit: Jetzt auch bei Spiegel Online - “Das kollaborative Kino”.

Enterprise 2.0 Summit während der Cebit

Im Rahmen der CeBIT wird es am 4. März ein Enterprise 2.0 Summit geben.

Die Veranstaltung befasst sich mit den Potenzialen und Herausforderungen von Web 2.0 und Social-Software im Unternehmen. Zum Advisory Board gehört übrigens Prof. Dr. Joachim Niemeier, der vielen noch sehr gut als Moderator des 2. Dresdner Zukunftsforums in Erinnerung sein dürfte.