Future Space – interaktive Diskussionen auf dem 4. Dresdner Zukunftsforum

Im Rahmen des Dresden Future Spaces fanden 14 Breakout Sessions zu verschiedenen zukunftsrelevanten Themen statt.

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Gemeinsam mit den Teilnehmern wurden unter anderem visionäre Traumarbeitsplätze geschaffen, die Unternehmenskommunikation 2.0 diskutiert, Innovationsprozesse erarbeitet, energiesparende Maßnahmen geprüft oder auch spielerisch bewegungsgesteuerte Projektionen getestet.

Ergebnisse der Breakout Sessions

Teil 1

Dominik Wind & Simon Wind (Palomar5): “45min for the future of work and 7 ideas for today”:
In der Session sollten Visionen vom Traumarbeitsplatz durch die Teilnehmenden in kleinen Teams entwickelt werden. Im Ergebnis hatten die Sessionteilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen sehr ähnliche Vorstellungen: flache Hierarchien, mehr Selbstorganisation und Entscheidungsbefugnisse, Vertrauen, freie Teamfindung im Netz, aufgabenorientierte (virtuelle) Arbeitsplätze, individuell erweiterbare und intuitiv bedienbare Endgeräte.

Mario Grobholz (myON-ID Media GmbH), Frank Wolf (T-Systems Multimedia Solutions GmbH): “Unternehmenskommunikation 2.0: Das Schweigen der Unternehmen”
Die Sessionteilnehmer sind zu folgendem Ergebnis gekommen: Die Working Frames für Social Media im Unternehmen sind noch nicht klar definiert. Um Unternehmenskommunikation 2.0 einzusetzen, müssen Freiheiten ausgesprochen werden und Kompetenzen gezielt geschult werden.

Marianne Poulsen (SRI International), Falk Henkel (T-Systems Multimedia Solutions GmbH): “Drei Wege zur Steigerung der Innovationsfähigkeit”
Die Teilnehmer der Session sind zu folgendem Ergebnis gekommen: Bahnbrechende Innovationen entstehen immer im Team! Und man sollte nur an wichtigen und nicht interessanten Innovationen arbeiten!

Carsten Bether (Projekt Kiwigrid), Sebastian Schneider (T-Systems Multimedia Solutions GmbH): “Smart Energy im Unternehmen: Energieeffizienz als Wettbewerbsfaktor”
Smart Energy in Unternehmen ist in vielen, kleineren Faktoren (z.B. LED-Beleuchtung, effiziente Heizungssysteme, IT-Virtualisierung usw.) verborgen, um Produktivität und Effizienz in Unternehmensprozessen zu steigern. Die Teilnehmer der Session haben das im Zuge einer fiktiven Gegenüberstellung von zwei Unternehmen gemeinsam erarbeitet.

Dr. Klaus Nicolai (Trans-Media-Akademie Hellerau e.V.): “Virtuelles Parlament – Future of Democracy 3.1″
Ausgangspunkt der Session von Dr. Klaus Nicolai (Trans-Media-Akademie Hellerau e.V.) war das normale Parlament, das mit einer Tüte verglichen wird, die zur Wahl aufgeblasen wird. Wie kann das traditionelle parlamentarische System durch die Einbeziehung virtueller Elemente gelockert werden? Ergbnis der Session ist, dass durch den Wandel der Kommunikation (Foren, Arbeitskreise) neue Spielräume entstehen und alte Hierarchien aufgebrochen werden. Auf dem Weg zu offener und partizipativer „Politik 3.0“ werden „vertikale Systeme in die Horizontale kippen“.

Ralf Lippold & Rainer Wasserfuhr: “Long Bet One: Wie kann Ray Kurzweil seine Turing Test-Wette 2029 gewinnen?”
Die Diskussion in der Session von Ralf Lippold und Rainer Wasserfuhr drehte sich rund um die Frage, wie stark Computer Menschen ersetzen werden können. Bei der anschließenden Abstimmung war schließlich die Mehrheit der Teilnehmer dafür, dass künstliche Intelligenz mit Emotionen bis 2029 existieren wird und Ray Kurzweil die Wette somit gewinnen wird.

Frank Mattes (HLP Hirzel Leder & Partner), Marcella Gäb (T-Systems Multimedia Solutions GmbH): “Agenda 2020: Radikale Innovation des Innovationsmanagements”
In dieser Session diskutierten die Teilnehmer darüber, wie die Zukunft des Innovationsmanagements aussieht. Innovationsplattformen und „Knowledge Books“ werden von der zunehmenden Vernetzung profitieren, Herausforderungen werden die Verteidigung geistigen Eigentums sein sowie dessen Vermarktung zur richtigen Zeit.

Teil 2

Dr. Klaus Holthausen (Dr. Holthausen GmbH): “Neuromarketing – wenn Gehirne ihre Besitzer outen Gerhard Wohland”
Menschen sind aufgrund von subtilen, unscheinbaren Wahrnehmungseindrücken manipulierbar und beeinflussbar. Das zeigte ein Bildexperiment in der Session. Neuromarketing wandelt auf einem Grat zwischen Faszination und Manipulation.

Gerhard Wohland (Institut für dynamikrobuste Höchstleistung, comperdi GmbH): “Innovation ist das letzte Glied einer langen Kette von Niederlagen”
Dr. Gerhard Wohland betrachtete in seiner Session Innovation als das letzte Glied einer langen Kette von Niederlagen. Mit den Teilnehmern erarbeitete er das Geheimrezept von Hochleistungsunternehmen: sie setzen auf Können statt auf Wissen und passen ihre Unternehmensstruktur entsprechend an.

Jamie Burke (90:10 Group Ltd): “An Inconvenient Truth about Advertising”
Das Fazit der Session lautet: Traditionelle Werbung ist tot. Doch was ersetzt traditionelle Werbung? Nach Meinung der Teilnehmer ist dies „Plattform Thinking“, d.h. der Austausch mit Kunden auf einer dafür geeigneter Plattform (interactive Web).

Conny Roloff (FAST/Microsoft), Richard Raue (T-Systems Multimedia Solutions GmbH): “The Future of Search – Unternehmen brauchen mehr als nur ein Google”
Die Suche im Unternehmen wird oftmals nicht als strategisches Problem gesehen, jedoch ist es ein strategisches Thema, welches mit Hilfe von geeigneten Technologien gelöst werden kann. Fazit der Session: Suchmaschinen werden sich ändern. Semantische Applikationen gewinnen an Bedeutung: Man ersetzt hierzu keine Suchmaschinen, sondern erstellt z.B. ein Wissensnetz, was für eine Suchmaschine verwendet werden kann.

Prof. Dr. Dirk Reichelt (Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden), Olaf Garves (T-Systems Multimedia Solutions GmbH): “Betrieb von Web-2.0-Anwendungen – Ein Tanz auf dem Vulkan?”
Kernpunkt der Session ist, wie Forschung und Lehre gemeinsam mit der Wirtschaft die Seismographen der Zukunft entwickeln und ausbilden um damit den Betrieb aktueller Web 2.0 Anwendungen und künftiger Generationen gewährleisten.

Alexander Last, Neven Dolos u.w. (c-base Open Moon): “Community into Space – Mit Open Source zum Mond”
In der Session wurde das Open Moon-Project vorgestellt, welches ein Wettlauf zum Mond ist, an dem jeder teilnehmen kann, unabhängig von finanziellen oder technischen Mitteln. Das Project nimmt am Google Lunar X Prize teil, wobei der Gewinner einen Preis i.H.v. 300 Millionen Dollar erhält.

Frieder Weiß (Trans-Media-Akademie Hellerau e.V., Trans-Media-Labor): “Interaktive Body-Future-Spaces – mit dem ganzen Körper im Netz”
In dieser Session wurde gezeigt, wie Töne und grafische Projektionen aus Bewegungsmuskeln erzeugt werden, und wie man mit seiner eigenen und mit fremden Projektionen interagieren kann. Danach konnten alle Teilnehmer die Software selbst ausprobieren und mit der Projektion spielen.

Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zum Artikel “Future Space – interaktive Diskussionen auf dem 4. Dresdner Zukunftsforum”.

  1. RalfLippold (18.06.2010, 19:41 Uhr)

    The graphic recording of the speeches and sessions can be found here: http://www.flickr.com/photos/frauleinschiller/sets/72157624288984642/

    Cheers, Ralf

  2. Ruth (16.06.2011, 14:17 Uhr)

    Hallo Uli,
    vielen Dank für Ihr Interesse! Die größeren Ausführungen der Grafiken von Anna Lena Schiller finden sich in folgendem Beitrag: http://www.dresdner-zukunftsforum.de/blog/2010/07/19/analoge-echtzeit-grafiken-beim-zukunftsforum/ und außerdem im Buch zum Zukunftsforum: http://www.dresdner-zukunftsforum.de/blog/2010/11/10/future-book-das-buch-zum-dresdner-zukunftsforum/
    Viele Grüße,
    Ruth

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