Startschuss zur AI-Class: Abgabe der Hausaufgaben in letzter Minute – wie im richtigen Leben
Am 10. Oktober startete die Stanford University mit ihrer Online-Vorlesung zu “Artificial Intelligence”. Professor Sebastian Thrun von der Stanford University und Peter Norvig, Forschungsdirektor von Google, präsentieren den Studenten online eine Einführung in die Künstliche Intelligenz.
Die Vorlesung ist pro Block in mehrere kurze Video-Abschnitte gegliedert, die die Studenten ansehen und so bei Bedarf auch an das eigene Lerntempo anpassen können. Die meisten Einheiten schließen mit einem kurzen Quiz ab. Wer den “advanced track” belegt hat, muss wöchentlich Hausaufgaben abgeben.
Zunächst stellten die Dozenten die Terminologie anhand von Beispielen dar. So unterscheiden sich die “intelligent agents” genannten Programme für künstliche Intelligenz darin, ob sie
- ganz oder nur teilweise beobachtbar
- deterministisch oder stochastisch
- diskret oder stetig
- freundlich oder gegnerisch
sind.
Schach zum Beispiel ist vollkommen beobachtbar im Gegensatz zu einem Kartenspiel, bei dem man nicht weiß, welches Blatt der Gegenspieler auf der Hand hat. Darüber hinaus ist Schach deterministisch bzw. plangesteuert, ein Würfelspiel dagegen ist stets stochastisch oder vom Zufall abhängig. Beim Faktorenpaar diskret oder stetig lässt sich Schach als diskret einordnen, da es nicht unendlich viele Handlungsmöglichkeiten gibt. Das Werfen von Dart-Pfeilen hingegen lässt sich als stetig bezeichnen, da es hier unendlich viele Möglichkeiten gibt. Ob ein „intelligent agent“ schließlich freundlich oder gegnerisch genannt werden kann, hängt davon ab, ob ein Gegner mit eigener Agenda vorhanden ist. Beim Schach ist dies in Form eines Gegenspielers der Fall, es ist also als gegnerisch zu bezeichnen.
In der ersten Hausaufgabe der AI Class ging es dann auch unter anderem darum, die Spiele Dame und Poker den vier Faktorenpaaren zuzuordnen. Außerdem sollten die in der Vorlesung besprochen Suchalgorithmen breadth-first-search, depth-first-search, greedy-best-first-search und A*-algorithm angewendet werden.
Da offenbar viele Studenten ihre Hausaufgaben in letzter Minute einreichten – wie im richtigen Leben – brachen die Server der Stanford University am Sonntagabend MEZ zusammen. Aus diesem Grund wurde die Abgabefrist für die erste Hausaufgabe um 24 Stunden verlängert. Ab kommender Woche sollen die Server besser auf den Ansturm vorbereitet sein. Bis 16. Dezember werden wöchentlich neue Vorlesungen online gestellt.
E12-Innovationspreis: die Bewerbungsfrist läuft
Deutsche Start-ups aus der eBusiness-Branche können sich bis zum 06. November mit ihrer Idee für den Innovationspreis des E12-Gipfels bewerben. Zu gewinnen gibt es den E12-Innovationspreis sowie ein exklusives Mentoring mit einem der größten Unternehmen Deutschlands. Das Finale und die Vergabe des Preises findet am 30. November beim 13. E12-Gipfel in Karlsruhe statt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website zum E12 Gipfel.









