Breakout Session mit Dr. Marcus M. Dapp – Herausforderung & Erfolgsfaktoren für die digitale Bürgergesellschaft
Gutten-Plag, Wikileaks und nicht zuletzt die Piratenpartei zeigen, dass durch den Wandel zum Web 2.0, sowie durch die damit einhergehenden neuen Möglichkeiten der Kommunikation und Interaktion, neue Erwartungen an Transparenz, Kollaboration und Partizipation entstehen.
Dr. Marcus Dapp erläuterte in seiner Breakout Session, dass die Open-Lösungen momentan nicht nur im öffentlichen Sektor einen regelrechten Hype erfahren. Auch in Unternehmen werden sie in Zukunft nicht mehr wegzudenken sein.
Für mich, für dich, für alle – Open Government im öffentlichen Sektor!
Anhand verschiedener Beispiele erläuterte Dapp erste Entwicklungen in den Bereichen Open Data und Open Government. Sein eigenes ePartizipationsprojekt MOGDy, eine Plattform, auf der Münchner Bürger ihre Ideen und Erwartungen an das digitale München generieren, kommentieren und raten konnten, wurde sogar auf EU-Ebene ausgezeichnet.
Ein weiteres Beispiel: Die von Bürgern ins Leben gerufene Seite ‚Frankfurt gestaltet. Bürger machen Stadt‘ weisen auf einer Stadtkarte die Stellen, an denen lokale Entscheidungen getroffen wurden oder noch werden. Bürger können so Entscheidungen, die sie lokal unmittelbar betreffen, einsehen und kommentieren. Die veraltete Methode des „analogen offline-Votings“ unter den Teilnehmern der Session zeigte deutlich: Über 90% würden das Tool nutzen, um Mitteilungen, die sie lokal betreffen, einzusehen. Welche Chancen mit der OpenGovernment-Lösung einhergehen, liegt in frischen „Post-Stuttgart21-Zeiten“ auf der Hand: Die Qualität sowie die Akzeptanz von Entscheidungen können somit verbessert werden. Die Herausforderung, Bürgern aller Altersklassen den Zugang zu so einem Portal zu ermöglichen, besteht jedoch weiterhin.
Der Kunde generiert mit: Open Innovation. 
Und auch Unternehmen können von der Notwendigkeit zu mehr Transparenz und Interaktion profitieren: Dies zeigte Dapp am Beispiel von Lego. Der Konzern ermöglichte jedem Nutzer durch eine Software einen Lego-Bausatz selbst zu entwerfen, der dann zusätzlich auf der Seite bewertet wird. Die besten Vorschläge werden später tatsächlich produziert. Durch diese Designbyme.de-Kampagne konnte Lego die Innovationsrate erhöhen, durch die tatsächliche Realisierung der Bausätze Glaubwürdigkeit und Reputation erlangen. Die Herausforderung liegt hier jedoch dabei, inwiefern mit einem ungewollten Ergebnis (Lego-Bausatz) umgegangen wird. Eine Nicht-Veröffentlichung würde so die Reputation und Glaubwürdigkeit enorm mindern.
So gab Dapp zum Ende der Session jedem mit auf den Weg sich Gedanken zu machen, inwiefern die Kunden selbst an Innovationen mitwirken können und welche Informationen von Unternehmen freigegeben werden könnten, um einen Nutzen für alle zu stiften ohne dabei Risiken aufkommen zu lassen.











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