Programm

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5. Dresdner Zukunftsforum: Gesellschaft im digitalen Wandel

Gesellschaft und Wirtschaft sind im Umbruch. Das Internet und die digitalen Infrastrukturen sind zugleich Treiber und Enabler der Veränderungen. Unterschiedliche Visionen für eine neue Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung im Zeitalter des digitalen Wandels sind umrissen, die Ausgestaltung noch lange nicht vollendet. Was sind die Rahmenbedingungen und Gestaltungselemente für den Wandel? Welche Potentiale sind realisierbar und welche bedürfen grundsätzlicher Veränderungen im System? Diese und weitere Fragen diskutiert das 5. Dresdner Zukunftsforum.

08:30 Uhr Einlass
09:30 Uhr Eröffnung
09:45 Uhr Grußwort

Dirk Hilbert, Erster Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden

10:00 Uhr Keynote: Die Chancen der dritten industriellen Revolution und der empathischen Gesellschaft

Jeremy Rifkin

In seiner Keynote skizziert Jeremy Rifkin die soziale und wirtschaftliche Vision eines postnuklearen und digitalen Zeitalters. Rifkin zeigt die Potentiale der neuen Ära von Mobilität, Wohnen, Bildung und Energiegewinnung auf und diskutiert die Veränderungen, die von dieser Ära ausgehen. Im Kern sieht er einen unausweichlichen Paradigmenwechsel, der zu der Veränderung der Machtverteilung und der Wirtschafts- und Gesellschaftsmodelle führt: “We are in the midst of a profound shift in the very way that society is structured, away from hierarchical power and toward lateral power.”

11:00 Uhr Podiumsgespräch

Jeremy Rifkin & Ranga Yogeshwar

11:15 Uhr Kaffeepause
11:45 Uhr Podiumsdiskussion: Wo stehen wir in der digitalen Kulturrevolution?

Ranga Yogeshwar & Leiter der Breakout Sessions (siehe unten)

Die Veränderungen durch das “soziale und mobile Internet” bedeuten einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel und Kulturwandel, der weit über das Digitale hinausgeht und nicht mehr umzukehren ist. Die Frage lautet daher nicht mehr, ob sondern wie der Wandel vonstatten geht. Moderator Ranga Yogeshwar diskutiert mit den Experten der Breakout-Sessions über den Status-Quo der digitalen Kulturrevolution.

12:45 Uhr Mittagessen
14:15 Uhr Breakout Sessions: Gestaltungsdimensionen der digital kollaborativen Zukunft
Session 1: Culturepreneure als neues ökonomisches Rollenmodell und Innovationstreiber

Holm Friebe, Geschäftsführer, Zentrale Intelligenz Agentur

In der Kreativwirtschaft wird die Zukunft der Wissensgesellschaft gesehen. Worin sich diese Schlüsselrolle begründet und welche Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren hierfür wichtig sind, diskutiert der Buchautor und Strategieberater Holm Friebe.

Session 2: Die Netzwerkkultur als neues Organisationsmodell nutzbar machen

Martina Girkens, Head of Corporate Functions IT, Continental AG

In der vernetzten Wirtschaftsstruktur des 21. Jahrhundert sind Innovations- und Anpassungsfähigkeit eines Unternehmens die zentralen Erfolgsfaktoren. Wie diese Beschleunigung durch eine neue “Netzwerkkultur” ermöglicht wird und welche Herausforderungen eine flexible und organische Organisation bedingt, erläutert Martina Girkens am Beispiel des Projektes “ConNext” der Continental AG.

Session 3: Digitale Bürgerbeteiligung als Open Innovation Ansatz in der Politik?

Dr. Marcus M. Dapp, Vorstand, Open Knowledge Foundation

Das Internet ermöglicht Bürgern heute den uneingeschränkten Zugang zu Expertenwissen und gleichzeitig eine spontane Vernetzung über Zeit- und Ortsgrenzen hinweg. Die daraus entstehenden Potenziale können auch in der Politik genutzt werden und zu besseren Entscheidungen führen. Wie das konkret aussieht, welche Auswirkungen es auf das Kräfteverhältnis in der Demokratie hat und wie eine Übertragbarkeit auf Unternehmen und Ihre Mitarbeiter gegeben ist, erläutert Dr. Marcus Dapp an praktischen Beispielen.

Session 4: Die digitale Revolution der Weltverbesserung

Ole Seidenberg, Geschäftsführer, nest

Die direkte Vernetzung von Hilfesuchenden mit der breiten Masse und die ungefilterte Transparenzmachung der kollaborativen Hilfebereitstellung bieten eine neue Qualität für die Förderung von gemeinnützigen Projekten. Welche Herausforderungen stellen sich dabei und wie sind diese zu lösen? Diese Fragen erörtert Ole Seidenberg in seiner Session zu den digitalen Potentialen für gemeinnützige Projekte.

Session 5: Marketing und Kommunikation in einer Welt der massenhaften Medienmarken

Ibrahim Evsan & Christian Rätsch

Der Wandel der Medienlandschaft bedingt ein Überdenken klassischer Kommunikations- und Marketingkonzepte. Die Markenbildung ist in Zeiten der Mediendemokratisierung und digitalen Vernetzung ein kollaborativer Prozess, der nicht mehr ausschließlich in den Händen der Unternehmen liegt.  Wie Marken bzw. das Verständnis zu einer Marke im Netz entstehen und welche Konsequenzen sich daraus für das Marketing und die Kommunikation ergeben, diskutieren der Netz-Avandgardist Ibrahim Evsan und der Kommunikationsexperte Christian Rätsch.

15:15 Uhr Kaffeepause
15:45 Uhr Keynote: Unsettling Knowledge

David Weinberger

In seiner Keynote diskutiert David Weinberger die durchgreifenden
Veränderungen der digitalen Kulturrevolution.
Statt besserer Filter- und Selektionsmechanismen fordert Weinberger ein Umdenken bezüglich der Natur und Rolle von Wissen. Er skizziert eine Vision von Wissensnetzwerken und diskutiert die Herausforderungen und Möglichkeiten in dem Zusammenhang. Zitat David Weinberger dazu:”Traditional Knowledge does not scale but scaled knowledge does not settle down”.

16:45 Uhr Podiumsgespräch

David Weinberger & Ranga Yogeshwar

Aftershow Party