Sir Tim Berners-Lee spricht beim 4. Dresdner Zukunftsforum

WWW – drei Buchstaben, die die Welt verändert haben. Sir Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, wird in Dresden über die Zukunft des Internets sprechen.

Sprecher beim 4. Dresdner Zukunftsforum: Sir Tim Berners-LeeSir Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web zu Gast in Dresden – viel mehr müsste hier eigentlich nicht gesagt werden. Wer sich mit dem Internet auseinandersetzt, dem ist sein Name ein Begriff. Wer eine Konferenz zum Leben in der digitalen Welt veranstaltet, für den ist es ein Meilenstein, ihn als Sprecher dabeizuhaben. Wir freuen uns, dass das gelungen ist.

Berners-Lee ist Absolvent des Queens College an der Universität Oxford, wo er 1976 seinen Abschluss in Physik mit Auszeichnung absolvierte. Im Rahmen eines Stipendiums arbeitete er 1984 am CERN-Institut an verteilten Echtzeitsystemen zur Erfassung von wissenschaftlichen Daten und Systemsteuerung.

1989 entwarf er ein globales Hypertext-Projekt, das nur etwas später als World Wide Web bezeichnet werden sollte. Die Arbeit daran begann im Oktober 1990, das Programme “World Wide Web” war erstmals im Dezember innerhalb des CERN-Instituts verfügbar und schließlich im gesamten Internet im Sommer 1991. Zwischen 1991 und 1993 entwickelte Sir Tim das Design des Webs weiter und koordinierte Feedback von Usern aus dem ganzen Internet. Im Zuge der Verbreitung der neuen Web-Technologie wurden die ursprünglich von ihm vorgestellten Spezifikationen zu URI, HTTP und HTML in größeren Kreisen diskutiert und weiterentwickelt. Seit 1994 ist Sir Tim Mitglied im Laboratory for Computer Science am Massachusetts Institute of Technology (MIT) als Leiter des W3-Konsortiums, das die Entwicklung von W3 weltweit mit Teams am MIT und am INRIA in Frankreich, koordiniert. Ziel des Konsortiums ist, die vollen Möglichkeiten des Webs zu erschließen. Weiterlesen…

Ray Kurzweil beim 4. Dresdner Zukunftsforum

Ray Kurzweil wird beim 4. Dresdner Zukunftsforum über exponentielles Wachstum und seine Folgen in Technologie, Ökonomie und Gesellschaft sprechen.

Ray KurzweilWas lässt sich über einen Menschen sagen, der 19 Ehrendoktorwürden besitzt, der den MIT-Lemelson-Preis erhielt, der Auszeichnungen von drei US-Präsidenten entgegennahm, dem die National Medal of Technology durch Präsident Clinton verliehen und der in die National Inventor’s Hall of Fame aufgenommen wurde? “The restless genius” nannte ihn das Wall Street Journal, Forbes beschrieb ihn als “the ultimate thinking machine”, das Magazin Inc. sieht in ihm Thomas Edisons rechtmäßigen Erben – Ray Kurzweil ist unbestreitbar einer der größten Erfinder unserer Zeit. Am 10. Juni 2010 wird er zu Gast beim 4. Dresdner Zukunftsforum sein.

Ray Kurzweil ist für vieles bekannt: für den ersten Flachbett-Scanner, die erste fontunabhängige Texterkennung (Omni-font OCR), die erste Vorlesemaschine für Blinde, den ersten Musik-Synthesizer, der in der Lage war, einen Konzertflügel und andere Orchesterinstrumente nachzubilden, die erste kommerziell vermarktete Spracherkennung u.v.m. Er hat sechs Bücher geschrieben, vier davon wurden zu nationalen Bestsellern. Sein jüngstes Buch “The Singularity is Near” schaffte es auf die “New York Times”-Bestsellerliste und erreichte bei Amazon den ersten Platz in den Rubriken Wissenschaft und Philosophie. Weiterlesen…

Save the date: 4. Dresdner Zukunftsforum am 10. Juni 2010

Das 4. Dresdner Zukunftsforum findet am Donnerstag, 10. Juni 2010 im International Congress Center Dresden statt. Am Tag erwartet uns eine Mischung aus Keynotes, Kurzvorträgen und offenen Sessions. Am Abend, im Anschluss an den offiziellen Teil laden wir zur Aftershow-Party. Für auswärtige Gäste ist es deswegen absolut empfehlenswert, eine Übernachtung in Dresden einzuplanen. Programmdetails, Themen und Referenten sowie Informationen zur Teilnahme folgen hier in Kürze.

Eindrücke vom 3. Dresden Future Space

Letzte Woche fand in der HomeBase Berlin der 3.Dresden Future Space statt. Rund 80 Teilnehmer diskutierten darüber, welche Veränderungen sich aus der Verbindung von Geschäftswelt und Social Web ergeben. Anders als die beiden Male zuvor hatten wir parallel zum Open Space zwei Workshops: einen zum Thema Strategieentwicklungsprozesse mit innovativen Web Technologien und einen zum Thema Semantic Web. Hier einige Eindrücke von der Veranstaltung:

3. Dresden Future Space3. Dresden Future Space
3. Dresden Future Space3. Dresden Future Space

Wissen zu teilen und Wissen zu schaffen

Die künftige Ausrichtung des Dresdner Zukunftsforums war eines der Themenschwerpunkte der Vormittags-Sessions beim 1. Dresden Open Space.

Die grundsätzliche Thematik „Auswirkung von technischen Innovationen auf alle gesellschaftlichen Bereiche“ wird bestehen bleiben. Eine Idee für die Zukunft ist die breitere Aufstellung der Veranstaltung. Zudem könnte das Dresdner Zukunftsforum unabhängiger und selbständiger werden. Mehr unterjährige Veranstaltungen wie das Open Space und Barcamps sind geplant. So steht schon jetzt der Ort für das zweite Dresden Open Space fest. Die Fortsetzung wird auf der Cebit stattfinden. Zudem ist die Idee aufgekommen regionale Treffen zu organisieren und regionale Botschafter zu berufen. Auf der anderen Seite könnte die Veranstaltung auch internationaler werden und sich von dem Konzept einer klassischen Konferenz wegbewegen. Wissen zu teilen, Wissen zu schaffen und die Zukunft der Technologie wird aber auch weiterhin im Mittelpunkt des Dresdner Zukunftsforums stehen.

Enterprise 2.0 erobert Unternehmen

Pünktlich zum 3. Dresdner Zukunftsforum liegen die Ergebnisse des Enterprise2.0-Trendsurveys vor.

 Wir haben Unternehmen nach ihren Erfahrungen gefragt, die sie bei der Nutzung von Web2.0-Anwendungen gemacht haben. Es ist also nicht die fünfte Studie, ob Web2.0 und deren Chancen sowie Risiken bekannt sind, sondern eine Aussage, wie weit sich das Konzept dahinter schon verbreitet hat. Für welchen Bereich im Unternehmen spielt Web2.0 die größte Rolle? Wo sieht man den höchsten Nutzen?

Die Kernergebnisse:
Zwei Drittel der Befragten sehen eine positive Zukunft für Social Software.
Besonders für das Personalwesen und die externe Kommunikation wird ein hohes Potential erwartet.

Lesen Sie selbst: Enterprise2.0-Trendsurvey (Download der Studie nach einem kurzen Login).

Spiele als Kulturgut?

Was viele Eltern verneinen dürften, da sagt der Geschäftsführer des G.A.M.E. Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V. Stephan Reichart eindeutig ja.

reichart.gifNach seiner These leben wir in einer Generation Games und unsere Zukunft wird durch Games maßgeblich verändert. Die Zahlen geben Reichart recht. Ein Jahresumsatz von 35 Mrd. € im Games Markt im Jahre 2007 und ein jährliches Wachstum von rund 15% sprechen für sich.

Noch einen weiteren Vorteil hat der Boom der Computerbranche und vor allem der Online Games. Er macht Schluss mit der Gratis Mentalität im Netz. Durch Games lernen junge Menschen, für digitalen Content zu zahlen. Und auch die Angst vor der sozialen Isolation zerstreut Reichart im Wind. Spiele verbinden Menschen weltweit, trainieren den Verstand und bieten die einzige wirkliche interaktive Unterhaltung.

Der Architekt der Illusionen

Einen Menschheitstraum wahr machen will Yadegar Asisi mit seinen Panoramadarstellungen.

aisi222.gif Noch sind seine Darstellungen statische Bilder die in gigantischen Gasometern den Mount Everest, das historische Dresden oder das antike Rom räumlich und real erlebbar machen. Doch schon bald will er mit der Projektion von Realtime Bildern die Illusion erschaffen direkt am Ort des Geschehens zu sein. Ein faszinierender Gedanke. Zuerst einen kurzen Besuch am Canal Grande, danach einen Abstecher auf dem Machu Picchu und zum Abschluss vielleicht noch schnell auf dem Times Square. Das seine Illusionen optisch sehr reizvoll sind zeigt ein kurzer Film vor der Podiumsdiskussion mit Ranga Yogeshwar.

Zu Gast bei der Zweiten Simulationsliga!

In Second Life wird Fussball gespielt. Kleine Roboter in Spielfigurenformat treten auf einem virtuellen Feld gegeneinander an. Mit künstlicher Intelligenz ausgestattet entscheidet die Strategie der Mannschaft über Sieg und Niederlage.

Robocup dzf3In einem fast ausverkauften Fussballspiel zwischen dem Team Dainmaite und der AT-Humboldt trennten sich die Kontrahenten nach 33:50 Minuten mit einem 1:0. Im folgenden Spiel gegen die brasilianische Mannschaft Bahia2D führte Dainamite schnell und entschied das Spiel mit jenseits von 13:0 für sich. Mit geschicktem Kominationsspiel und Pässen in die Tiefe ließ Dainamite den Gegnern zu keinem Zeitpunkt eine Chance.

Das Robocup Spiel fand im umfunktionierten virtuellen Innenhof des Dresdner Zwinger statt. Die Rechenlast bewegt sich bei hohen Zuschauerzahlen an der Performancegrenze eines Second Life SIM. Obwohl sich der Spielfluss im Vergleich zu einem Real-Life Fussballspiel stellenweise etwas zog, verfolgten die Zuschauer gespannt das Spiel.

Don Tapscott über Wikinomics: Mit Enterprise 2.0 zum neuen Erfolg

“Guten Morgen” und schon gings in Englisch weiter. Don Tapscott, Autor des bekannten Buches Wikinomics, spricht über die Zusammenhänge von Internettechnologie, Wirtschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert, die er Wikinomics nennt.

Vortrag von Don Tapscott auf dem 3. Dresdner Zukunftsforum:  Wikinomics: Mit Enterprise 2.0 zu neuem ErfolgEr startet mit beeindruckenden Nutzerzahlen von MySpace, Flickr etc., aber das sei alles nur noch 2006. Heute bemerkt man den Einfluss der im Web 2.0 begonnenen Entwicklungen auch in der Wirtschaft, in der Produktentwicklung und Innovation. Für diesen Wandel macht Tapscott vier Haupttreiber verantworlich:

Zum Einen natürlich die Technologien um Web 2.0 und mobile Endgeräte, die für den Zugang zum Web 2.0 sorgen. Weiterhin verändert sich die Mediennutzung durch eine neue Generation an Kids, die nicht mehr im TV zappen, sondern bei YouTube surfen und die Autorität im Haushalt übernehmen, weil sie wissen, wie der PC zu administrieren ist (Generation Lab). Diese Generation (Net Generation) stellt Ansprüche: Freiheit ist wie Sauerstoff für sie; sie wollen mobil arbeiten, sie wollen alles personalisieren (Desktop, Klingelton), hinterfragen alles und sehen Arbeit und Lernen als eine gemeinsame Einheit. Denn wahre Neuigierde auf Informationen macht keinen Unterscheid, ob man dafür bezahlt wird.

Don Tapscott beim 3. Dresdner Zukunftsforum Mit diesen Ansprüchen steht Unternehmen eine neue Generation an Mitarbeitern gegenüber: Unternehmen müssen diese Normen der NetGen bedienen können, um dem War for Talent zu gewinnen. Die gesamte Welt ist die Personalabteilung von Unternehmen. Man muss die Welt nur mit der richtigen Sprache ansprechen. Wirtschaftlich ändert sich die Struktur von Unternehmen, denn die Kosten für Informationssuche sinken dank Internettechnologie auf fast Null. Don’s Nachbar veröffentliche als Gold Miner Kartenmaterial von potentiellen Goldreserven im Netz und forderte Goldsucher, mit einem nicht zu verachtenden Preisgeld von einer halben Million Dollar, auf, diese Reserven genau zu lokalisieren. Die Goldreserven, die auf diese Weise gefunden wurden, verhalfen dem Unternehmen zu einer Umsatzsteigerung von 90 Millionen zu 10 Milliarden Dollar.

IT und Networks lassen Unternehmensgrenzen verschwinden: Produkte entstehen durch eine Zusammenarbeit vieler Beteiligter innerhalb und außerhalb des Unternehmens (Peers), so dass man nicht mehr davon sprechen kann, dass ein Z3 einzig von BMW und ein iPOd ausschließlich von Apple gefertigt wird. Kunden und Produzenten vereinen sich in einer Person, dem “Prosumer”: Unternehmen müssen sich den Peers öffnen, um neue Produktentwicklungen schnell auf den Markt zu bekommen, die Werbung zu gestalten, die die Zielgruppe auch wirklich anspricht, weil sie von der Zielgruppe selbst entworfen wurde.Unkonventionelle Ideen kommen nicht von einer Werbeagentur, sondern von den Brand Lovers. Das Enterprise 2.0, das Unternehmen der Zukunft, ist für ihn eine Kombination aus “peering”, “opennes”, “sharing” und “acting global”.

In seinem Buch erklärt Tapscott auch den sog. Wiki Workplace, in dem E-Mail out ist und jegliche Kommunikation nur noch über Instant Messaging, Telepresence, Blogs und Wikis funktioniert. In diesem Buch hat Don ein Kapitel offen gelassen und ein Wiki aufgesetzt, um das letzte Kapitel von Jedermann schreiben zu lassen: Zur Freude der Net Generation, zum Ärgernis seines Buch-Verlegers.