Dresden Future Talk: Johannes Kreidler

Der Komponist Johannes Kreidler tritt am 02. März 2010 auf der CeBIT auf. Im Rahmen der Webciety Conference führt Johannes Kreidler ein Klang-Arragement auf.

Kreidlers Werk verdeutlicht, welche Auswirkungen die technologische Entwicklung auf den Kunstbegriff, das Selbstverständnis des Künstlers und den Kulturbetrieb haben. Seine computergestützen Klangkompostionen und akkustischen Arragements stellen die politische und gesellschaftliche Gegenwart provokant in Frage. So vertonte er in seinem Stück “Charts Music” die Volatilitäten verschiedener Aktienkurse US-amerikanischer Finanz- und Wirtschaftsunternehmen, die sich im freien Fall der Finanzkrise befanden. Die GEMA und mit ihr die Regelungen des deutschen Urheberrechts führte er mit seinem 33 Sekunden langen Musikstück “product placements” radikal an ihre Grenzen. Für die verwendeten Fremdanteile in “product placements” reichte Kreidler in einer Aktion 70.200 Papieranträge bei der GEMA ein. Weiterlesen…

Digital Life Pitch

9 Projekte, die das digitale Leben verändern und bereichern wollen, pitchten am 19. Juni 2009 in der HomeBase Berlin um die Gunst des Publikums.

Bei diesem Pitch ging es mal nicht um Geld. Vielmehr hat sich der Digital Life Pitch sich zum Ziel gesetzt, die richtigen Leute mit den richtigen Projekten zu verbinden. Die Projekte aus den Bereichen Web-Technologie, Web-Anwendunge, Mobile Technologien oder Mobile Anwendungen konnten sich um einen der neuen Plätze bewerben, um das Publikum zu begeistern und Mitstreiter, Unterstützer, Kooperationspartner zu gewinnen. Die wählte unter den Bewerbungen die Projekte aus, die den Kriterien Innovationsgrad, Zukunftsfähigkeit, Wachstumspotential, Originalität, Faszination und Anziehungskraft am besten entsprachen. Weiterlesen…

Buchvorstellung auf der Webciety

“Ich habe heute Dienst…Du findest mich auf dem Sofa!” – Das ist der Beitrag von Joachim Bode und mir für das Buch DNAdigital. Die Kunst aufeinander zuzugehen In einem Gespräch mit Willms Buhse haben wir das Kapitel auf der Webciety vorgestellt. Weiterlesen…

Netzkultur – 2. Dresden Open Space auf der CeBIT

Space, time, perfection, social interaction, knowledge, matter and morality – this is the vocabulary of the web, not the bits and bytes, the dot-coms and not-coms, the e-this and B2That.

(Aus: Small pieces loosely joined von David Weinberger)

Unter der Voraussetzung, dass uns im sog. Real Life eine Kultur eigen ist, lässt sich die Frage nach unserer Kultur in Bezug auf unser Leben im Netz nicht so leicht beantworten. Zu behaupten, dass es überhaupt so etwas wie Netzkultur gibt, bedeutet zunächst einmal, dass wir unser reales Leben von unserem Leben im Netz trennen. Damit ist nicht gesagt, dass sich Kultur von Netzkultur unterscheidet, sondern lediglich, dass es sich um zwei verschiedene Kontexte von Kultur handelt. Je mehr Bereiche unseres Lebens durch das Netz durchdrungen werden, umso hinfälliger wird jedoch diese Unterscheidung. Zur Definition Netzkultur ist Subkultur quält sich Wikipedia. Über den Zusammenhang zwischen Subkultur und der Ausbreitung des Massenmediums Internet reflektiert die denkfabriq und kritisiert zu Recht die Haltbarkeit dieser Definition bzw. ihre Gültigkeit in diesem Teil der Welt. Weiterlesen…

Die Welt mit Geschenken retten

Die Zu-Verschenken-Kiste ist eine sehr nützliche Idee, die gestern auf dem Barcamp Hamburg in der Session “Virales Marketing zum Weltretten” von Anna vorgestellt wurde. Die Umsetzung konnte man heute sehen. Das Gute daran: Mit diesen Kisten kann man Sachen umweltschonend loswerden, die man selbst nicht mehr braucht. Sobald Versandkosten auftreten, ist die Online-Umsetzung der Zu-Verschenken-Kisten kritisch. Ich hoffe aber, dass es Ideen und Vorschläge gibt, diese Schwierigkeiten zu überwinden, so dass wir irgendwann mal online Zu-Verschenke-Kisten sehen werden.

Zu-Verschenken-Kisten von Weltretter.org.

Was man für das Projektmanagement vom BarCamp Berlin 3 lernen kann

“Taggen”, “bloggen”, “twittern” sind nur einige Bestandteile eines BarCamps. Hier ein paar wichtige Regeln die zu einem erfolgreichen BarCamp beitragen.

Dresden Future Forum on BarCamp Berlin 3

Start-up/Kick off
Alle Barcampteilnehmer versammeln sich in einer großen Halle. Normalerweise stellt sich jeder Teilnehmer kurz vor. Aufgrund der Teilnehmerzahl entfällt dies heute. Dafür hat sich jeder Teilnehmer selber „getaggt“; diese Info kann man in einer eignen MIXXT-Community à la Xing einsehen und real auf dem Namensschild lesen.

Danach erfolgt das Set-up des Tages. Einzig vorgesehen ist das Grid, ein Timesetting von 7 Sessions von 45 Minuten, dazwischen jeweils 30 Minuten Pause. Weitere Randbedingung sind die vorhandenen Räumlichkeiten. Jeder ist aufgefordert Themen zu präsentieren und Sessions anzubieten. Danach wird das Interesse geprüft und die Session in das Grid übertragen. Leider erfolgt das handschriftlich auf einer grossen Pinnwand, sodass bei über 500 Teilnehmern die Zusammenstellung der eigenen Sessions schwierig ist. Danach startet das Barcamp und die Sessions laufen in dem vorgesehenen Zeitplan und definierten Spielregeln.

Learnings
Lasse Mitarbeiter selber entscheiden an welchen Projekten sie teilnehmen möchten und zu welchen Themen sie Mehrwert liefern können. Stelle eine Plattform ähnlich einer Projektbörse, sowie klare Spielregeln zur Organisation bereit.

Austausch
Ein ad hoc Austausch erfolgt entweder persönlich oder „natürlich“ über twitter. Da die Nutzung von twitter mit mobilen Endgeräten möglich ist, ist quasi jeder Teilnehmer in der Lage über Gemütslage, Themen, und Erfahrungen für jeden in Echtzeit abrufbar zu berichten. Die Darstellung der sog. Tweets erfolgt ebenfalls durch eine grosse „Twitterwand“ (einem riesigem Display). Die Zuordnung der Tweets zu dem Event wird über das hinzufügen eines sogenannten Hashtags #bcberlin3 sichergestellt. Jeder Teilnehmer ist somit über die aktuellen Geschehnisse unmittelbar informiert und kann sich entsprechend selber am Austausch aktiv beteiligen.
Leider gibt es nur einen Hashtag, sodass eine Übersicht und Zuordnung zu Themen und Sessions nur sehr schwer möglich ist.

Learnings
Stelle eine Art Austausch und Diskussionsplattform bereit die jedem uneingeschränkt und mobil zur Verfügung steht. Dies kann ein Blog oder auch der (zusätzliche) Einsatz von Microblogging im Projekt sein. So kann sichergestellt werden, dass jeder Projektteilnehmer sofort über die aktuellen Geschehnisse im Projekt unterrichtet ist. Mails werden überflüssig und Telkos können nun ausschliesslich für Abstimmungen und Entscheidungen genutzt werden.

Dokumentation
Jeder Teilnehmer ist aufgefordert selber seine Eindrücke und Ergebnisse mitzuteilen. Dies geschieht durch Web 2.0 Technologien wie Blogs (ausführliche Berichte), Microblogs: Twitter (kurze Gedanken und ad hoc Mitteilungen) (s.o.), Flickr (Fotos), Slideshare (Präsentationen), qik (Videos). Die Zuordnung geschieht hier ebenfalls durch Tags. Leider gibt es keine konsolidierte Ansicht (so stelle ich mir das vor: ). Ohne zentralen Administationsaufwand gibt es somit eine vollständige Dokumentation des Barcamps.

Learnings
Arbeite ergebnisorientiert. Erlaube eine Version 1.0. Fordere jeden auf die Ergebnisse zentral bereitzustellen. Sorge dafür, dass sie sinnvoll abgelegt und von jedem wiedergefunden werden können.

Was kann man an einem Barcamp noch verbessern?
Eine konsolidierte Darstellung der Ergebnisse ist wünschenswert. Etabliere klare Regeln zur genaueren Taggung von Themen. Vereinbare im Vorfeld welche Technologien genutzt werden sollen. Techniken und Mittel zur Organisation von Themen und Teilnehmer sollten den Gegebenheiten entsprechend bereitgestellt werden.

Learnings
Auch von einem strukturierten Projektmanagement kann die 2.0 Welt lernen!

BarCamp Berlin 3 – Tod der “Expertokratie”

Die wichtigsten gesellschaftlichen, poltischen und wirtschaftlichen Fragen werden von Experten beantwortet, die jedoch nicht immer unparteiisch sind. Zehn befragte Experten geben daher auch zehn verschiedene Antworten.

Dresden Future Forum on BarCamp Berlin 3In dem Beitrag “Weisheit der Vielen und Ihr Einfluss auf unseren Alltag” auf dem BarCamp Berlin 3 propagiert medienlese Blogger Ronnie Grob, Crowdsourcing als Mittel gegen die um sich greifende “Expertokratie”. Selbsternannte und berufene Experten, Wissenschaftler und Sachverständige bestimmen was auf den Markt der Meinungen richtig ist und was nicht.
Crowdsourcing kann dabei ein Mittel sein um den Experten die Meinungshoheit zu entreißen. Es geht darum, dass man nur genug Leuten eine bestimmte Frage stellen muss, um der richtigen Antwort sehr nahe zu kommen. Menschen, die gemeinsam spannende, ausgefallene und passende Kreativlösungen finden und Entscheidungen konsensbasierend treffen.

Aber ist die Expertokratie überhaupt die Tyrannei der Wenigen, die unsere hochkomplexen gesellschaftlichen Fragen beantworten? Richtig und falsch. Richtig weil Medien, Politik und Wirtschaft immer häufiger auf die Meinung von Experten zurückgreifen und so oft nur eine eingeschränkte oder persönliche Sichtweise der Dinge zeigen. Falsch weil Experten auch in Zukunft weiterhin gebraucht werden. Hier hilft ein Blick auf das Wissensmanagement. Als Beispiel für die Weisheit der Massen gilt vielen Wikipedia. Die Schwäche von Wikipedia liegt aber in einem Datenbank- und Dokumentenmanagement-technischen “People-to-Document” Ansatz.

Echtes und komplexes Expertenwissen findet sich nur bedingt, oder muss mühsam aus unzähligen Beiträgen in Eigenleistung zusammengesetzt werden. Ein “People-to-People” Ansatz bringt oft schneller die gewünschten Ergebnisse und erfordert daher weiterhin das Wissen von Experten. Nicht alles Wissen kann in Form von Dokumenten abgelegt werden. Oft ist eine Nachfrage bei der entsprechenden Person schneller. Eine Zukunftsaufgabe wird es daher sein, Experten enger zu vernetzen.

From a culture of control to a culture of enablement

Nach dem 3. Dresdner Zukunftsforum trafen sich Don Tapscott und Sören Stamer zu einem Gespräch im Puro Beach Club. Beide sprachen über den Paradigmenwechsel, bewußte Kontrollverluste und die proaktiven Schritte, die dazu führen, die Unternehmenskultur zu verändern.

Dieses Gespräch hätte ohne die Initiative von Ulrike Reinhard und Steffen Büffel wahrscheinlich nicht statt gefunden. Beide haben übrigens für ihr neues Projekt we magazine ein weiteres interessantes Gespräch mit David Weinberger geführt.

 
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3. Dresdner Zukunftsforum in Second Life: Eine virtuelle Welt für alles und jeden

Experten auf dem Gebiet der virtuellen Realität gingen der Frage nach, welche Chancen virtuelle Welten insbesondere im Zusammenhang mit dem Thema Enterprise 2.0 bieten.

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Wichtige Trends dürften hier in der stärkeren Einbeziehung der Kunden in die Wertschöpfung von Unternehmen und in der Unterstützung der Zusammenarbeit virtueller Teams liegen. Diskutiert wurde auch, ob es je nach Zweck, beispielsweise für Gaming oder Business eigene virtuelle Welten geben sollte oder ob ein 3D-Web für alle Anwendungen sinnvoller ist. Fazit der Runde: Eine virtuelle Welt für alles und jeden. Das dreidimensionale Web integriert das World Wide Web und avatar-basierte Umgebungen. Zusätzlich wird es abgegrenzte Welten für Special Interest Groups mit speziellen Geschäftsmodellen geben.

Das sind die Teilnehmer der Diskussionsrunde:

Holger Endert
Hauptarchitekt und Team-Leiter der RoboCup-Mannschaft des DAI-Labors, die seit den letzten zwei Jahren zur Top-10 der 2D Simulationsliga gehört.

Stephan Keisers
Creative Director der Second Interes AG, die sich auf Content Design, Business Development und Technical Solutions für virtuelle Welten spezialisiert hat.

Jean Miller
Leiterin der Abteilung Business Development Deutschland bei Linden Lab.

Danny Pannicke
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin, Forschungsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich Virtuelle Welten und deren Anwendung im Unternehmenskontext.

Alexander Schimkat
Director Interactive bei komm.passion, hat in der Vergangenheit Marken wie IBM, Deutsche Post, Sony Style, Bild.T-Online, Quelle, HEAD und viele mehr im Kontext virtueller Welten beraten.

Florian Alexander Schmidt
War unter anderem bei dem Berliner Unternehmen Metaversum tätig und arbeitete dort an Konzept und Interface der virtuellen Welt Twinity, 2006 erschien sein Buch “Parallele Realitäten”, 2007 gewann er den Wettbewerb “Reinventing The Virtual City” der Organisation Shinking Cities. Florian A. Schmidt.

Moritz Biehl
Hauptansprechpartner für das Thema virtuelle Welten bei T-Systems Multimedia Solutions und Betreuer von Diplomarbeiten rund um das 3D-Internet.

Martina Pickhardt aka PickiHH im Future Talk #11

Im 11. Dresdner Future Talk befragt Steffen Büffel Martina Pickhardt über ihre Einschätzung und Erfahrungen zu kollaborativen Arbeitsformen.


Weitere Dresden Future Talks:

Future Talk #1: Dirk Hilbert, Bürgermeister von Dresden
Future Talk#2: Martin Oetting von trnd
Future Talk #3: Prof. Joachim Niemeier
Future Talk #4: Ulrike Reinhard
Future Talk #5: Frank Hamm
Future Talk #6 – Dr. Frank Schönefeld
Future Talk #7: Sören Stamer
Future Talk #8: Dr. Harald Sack
Future Talk #10: Stefan Ehrlich
Future Talk #10 – Christian Heller

 
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