Die Welt mit Geschenken retten
Die Zu-Verschenken-Kiste ist eine sehr nützliche Idee, die gestern auf dem Barcamp Hamburg in der Session “Virales Marketing zum Weltretten” von Anna vorgestellt wurde. Die Umsetzung konnte man heute sehen. Das Gute daran: Mit diesen Kisten kann man Sachen umweltschonend loswerden, die man selbst nicht mehr braucht. Sobald Versandkosten auftreten, ist die Online-Umsetzung der Zu-Verschenken-Kisten kritisch. Ich hoffe aber, dass es Ideen und Vorschläge gibt, diese Schwierigkeiten zu überwinden, so dass wir irgendwann mal online Zu-Verschenke-Kisten sehen werden.
Zu-Verschenken-Kisten von Weltretter.org.
Start des ersten Dresden Open Space
Das erste Dresden Open Space in den Werkstätten Hellerau in Dresden ist eröffnet. Knapp 100 Teilnehmer tauschen sich in 10 Sessions aus.
Die Themen reichen von “Twittern im Unternehmen”, “Semantic Web heute und in der Zukunft”, “Web 2.0 ist nicht genug?” zu Themen wie “Was ist dran am Mythos Enterprise 2.0?” oder “Kommunikation mit technischen Systemen – Netz vs. unsere Sinne”. Mit dem Thema Projektmanagement beschäftigt sich die Session “Agile Projeke vs. Web 2.0 – wo ist der Zusammenhang?”. Die Session “Wie erreiche ich heute Ziele?” beschäftigt sich mit der Karriereleiter in flachen Hirarchien. Interessant könnte auch die Session “Was werden wir in 20 Jahren definitiv nicht digital machen?” werden. Die Frage wie weit Digitalisierung reichen kann, soll oder darf und was in Zukunft auch noch analog sein wird, ist sicher spannend.
Das erste Dresden Open Space bildet den Auftakt für weitere Open Spaces und Barcamps. Das zweite Open Space wird auf der Cebit stattfinden.
Vision des Webs der Zukunft auf dem Barcamp Berlin
Das semantische Web ist das Ziel, doch wie erreicht man es?
In der Session “Vision des Webs der Zukunft – Neuronale Netze und künstliche Intelligenz” sprechen Roy Uhlmann und Dr. Klaus Holthausen von Queap über die Zukunft des Webs. Bisher war die kontextuelle Suche im Internet Standard. Das Problem an dieser ist, dass der vollständige Inhalt einer Seite nicht erkannt wird. Beispiel Moby Dick: Weight Watchers oder Walfänger? Kontextuelle Suche kann das nicht beantworten. Selbst das kontextuelle Auffinden des Wortes “Wal” sagt hierzu nichts aus, denn es könnte sich ja auch lediglich um eine Beleidigung handeln.
Ziel ist es, dass eine Suchmaschine eine Webseite so erkennt wie ein Mensch, wenn er eine Buchseite liest. Das würde dazu führen, dass man eine wirkliche inhaltliche Suche hätte und eben nicht mehr nur ein oder MEHRERE Worte auf einer Webseite findet. Hierdurch entsteht dann im nächsten Schritt eine Suche nach Inhalt und Sinn. Und dieser kann dann auch kategorisiert werden. Beides zusammen emuliert die Struktur des menschlichen Gehirns, was dazu führt, dass Inhalte und Webanwendungen miteinander verknüpft werden können. Und das nennt man dann wiederum semantisches Web. Weiterlesen…
Wissen im Nirwana – “Enterprise Microblogging” als Heilsbringer?
Unternehmen twittern und bloggen. Sie produzieren Wissen am laufenden Bande. Doch wie kann das Wissen effizient abgeschöpft werden?
In der Session “Twittern im Unternehmen” auf dem BarCamp Berlin 3 stellt Dirk Röhrborn von Communardo “Enterprise Microblogging” vor. Bisher versinken Informationen und Wissen oft im Nirwana der Intranets der Unternehmen. Oft fehlt die nötige Zeit und die richtigen Tools um Wissensmanagement und Projektdokumentation richtig auszuführen. Kann “Enterprise Microblogging” diese Aufgabe übernehmen? Was sind die wichtigsten Punkte beim “Enterprise Microblogging”? Und wofür eignet sich “Microblogging” im Unternehmen eigentlich? “Enterprise Microblogging” muss für die Unternehmen einen hohen Nutzen bringen. “Microblogging” garantiert eine gewisse Aufmerksamkeit durch eine ständige Aktualisierung, motiviert die Mitarbeiter zum Austausch von Informationen, bietet die Dokumentation des Ist-Zustandes eines Prozesses, erleichtert die ad-hoc Kommunikation und kann Abläufe und Daten dokumentieren. Darüberhinaus muss “Enterprise Microblogging” einfach zu bedienen sein und leicht verständlich. “Microblogging” ist so verständlich wie eine sms schreiben und ein paar Textzeilen zu verfassen ist auch für Ungeübte einfach. Außerdem sind “Microblogging” Dienste schnell und kostengünstig einsetzbar.
“Microblogging” im Unternehmen kennt aber auch seine Grenzen. 140 Zeichen sind für komplexe Zusammenhänge oft zu wenig. 1000 “tweets history” reichen darüber hinaus oft für umfangreichere Dokumentationen nicht aus. Auch die Sicherheit und der Umgang mit sensiblen Daten ist für Unternehmen ein Thema. “Microblogging” im Unternehmen dürfte sich daher vor allem für kleinere Dokumentaionsaufgaben eignen, etwa im Vertrieb, der Produktion oder zur Projektkommunikation.
Um das Potential von “Microblogging” im Unternehmen vollständig zu heben, sollte das reine “Microblogging” auf einer Plattform mit anderen Funktionen und Tools kombiniert werden. “Blogs”, “Notes”, “Tags”, “Search”, “Security” und “Export”, sind einige Funktionen die ein solches System bieten sollte. “Enterprise Microblogging” könnte so gerade im internen Wissensmanagement eines Unternehmens die oft angestaubten Onlineportale wiederbeleben.
Was man für das Projektmanagement vom BarCamp Berlin 3 lernen kann
“Taggen”, “bloggen”, “twittern” sind nur einige Bestandteile eines BarCamps. Hier ein paar wichtige Regeln die zu einem erfolgreichen BarCamp beitragen.
Start-up/Kick off
Alle Barcampteilnehmer versammeln sich in einer großen Halle. Normalerweise stellt sich jeder Teilnehmer kurz vor. Aufgrund der Teilnehmerzahl entfällt dies heute. Dafür hat sich jeder Teilnehmer selber „getaggt“; diese Info kann man in einer eignen MIXXT-Community à la Xing einsehen und real auf dem Namensschild lesen.
Danach erfolgt das Set-up des Tages. Einzig vorgesehen ist das Grid, ein Timesetting von 7 Sessions von 45 Minuten, dazwischen jeweils 30 Minuten Pause. Weitere Randbedingung sind die vorhandenen Räumlichkeiten. Jeder ist aufgefordert Themen zu präsentieren und Sessions anzubieten. Danach wird das Interesse geprüft und die Session in das Grid übertragen. Leider erfolgt das handschriftlich auf einer grossen Pinnwand, sodass bei über 500 Teilnehmern die Zusammenstellung der eigenen Sessions schwierig ist. Danach startet das Barcamp und die Sessions laufen in dem vorgesehenen Zeitplan und definierten Spielregeln.
Learnings
Lasse Mitarbeiter selber entscheiden an welchen Projekten sie teilnehmen möchten und zu welchen Themen sie Mehrwert liefern können. Stelle eine Plattform ähnlich einer Projektbörse, sowie klare Spielregeln zur Organisation bereit.
Austausch
Ein ad hoc Austausch erfolgt entweder persönlich oder „natürlich“ über twitter. Da die Nutzung von twitter mit mobilen Endgeräten möglich ist, ist quasi jeder Teilnehmer in der Lage über Gemütslage, Themen, und Erfahrungen für jeden in Echtzeit abrufbar zu berichten. Die Darstellung der sog. Tweets erfolgt ebenfalls durch eine grosse „Twitterwand“ (einem riesigem Display). Die Zuordnung der Tweets zu dem Event wird über das hinzufügen eines sogenannten Hashtags #bcberlin3 sichergestellt. Jeder Teilnehmer ist somit über die aktuellen Geschehnisse unmittelbar informiert und kann sich entsprechend selber am Austausch aktiv beteiligen.
Leider gibt es nur einen Hashtag, sodass eine Übersicht und Zuordnung zu Themen und Sessions nur sehr schwer möglich ist.
Learnings
Stelle eine Art Austausch und Diskussionsplattform bereit die jedem uneingeschränkt und mobil zur Verfügung steht. Dies kann ein Blog oder auch der (zusätzliche) Einsatz von Microblogging im Projekt sein. So kann sichergestellt werden, dass jeder Projektteilnehmer sofort über die aktuellen Geschehnisse im Projekt unterrichtet ist. Mails werden überflüssig und Telkos können nun ausschliesslich für Abstimmungen und Entscheidungen genutzt werden.
Dokumentation
Jeder Teilnehmer ist aufgefordert selber seine Eindrücke und Ergebnisse mitzuteilen. Dies geschieht durch Web 2.0 Technologien wie Blogs (ausführliche Berichte), Microblogs: Twitter (kurze Gedanken und ad hoc Mitteilungen) (s.o.), Flickr (Fotos), Slideshare (Präsentationen), qik (Videos). Die Zuordnung geschieht hier ebenfalls durch Tags. Leider gibt es keine konsolidierte Ansicht (so stelle ich mir das vor: ). Ohne zentralen Administationsaufwand gibt es somit eine vollständige Dokumentation des Barcamps.
Learnings
Arbeite ergebnisorientiert. Erlaube eine Version 1.0. Fordere jeden auf die Ergebnisse zentral bereitzustellen. Sorge dafür, dass sie sinnvoll abgelegt und von jedem wiedergefunden werden können.
Was kann man an einem Barcamp noch verbessern?
Eine konsolidierte Darstellung der Ergebnisse ist wünschenswert. Etabliere klare Regeln zur genaueren Taggung von Themen. Vereinbare im Vorfeld welche Technologien genutzt werden sollen. Techniken und Mittel zur Organisation von Themen und Teilnehmer sollten den Gegebenheiten entsprechend bereitgestellt werden.
Learnings
Auch von einem strukturierten Projektmanagement kann die 2.0 Welt lernen!
SEO der Zukunft – der User steht im Vordergrund
Neue Ansätze beim SEO verfolgte Marc Uhlig in seinem Vortrag auf dem BarCamp Berlin 3 unter dem Titel “user centric approach with landing pages”.
Marc ist als Online Marketing Consultant in San Diego tätig und sieht die Zukunft des SEO vielmehr in einer nutzerorientierten Sichtweise als in der bisherigen nur auf das suchmaschinenoptimierte. Viele Spekulationen im Web, lassen die Tendenz erkennen, dass das klassisches SEO vor dem Ende steht. Aber wo liegt die Zukunft des SEO? Suchmaschinen werden heute immer mehr durch das SocialVoting oder dem Verhalten der User beim Ranking beeinflusst.Stellt man den User von Anfang in den Vordergrund, ist man den Suchmaschinen einen Schritt voraus. Denn die Suchmaschinen sind bemüht, dem Verhalten der Nutzer nachzukommen. Das Ziel der Suchmaschinen ist, dass Suchergebniss vom Publisher wenig beeinflussbar zu machen und stattdessen den Nutzer in den Vordergrund zu stellen.
Neben der Qulität des Content werden in Zukunft andere Themen im Vordergrund stehen. Keyworddichte, URL Optimierung und Page Rank gehörten in der Vergangenheit zu den wichtigsten Instrumenten des SEO. Usability, Code Quality Management und technische Aspekte, wie Ladezeiten werden in Zukunft auch mit im Vordergrund stehen. Innerhalb weniger Augenblicke entscheidet der Nutzer, ob ihn eine Internetseite anspricht. Lädt die Seite zu lange oder findet der Nutzer die gewünschte Information nicht auf den ersten Blick, ist der User verloren.
Der Vortrag von Marc Uhlig on Slideshare:
BarCamp Berlin 3 – Tod der “Expertokratie”
Die wichtigsten gesellschaftlichen, poltischen und wirtschaftlichen Fragen werden von Experten beantwortet, die jedoch nicht immer unparteiisch sind. Zehn befragte Experten geben daher auch zehn verschiedene Antworten.
In dem Beitrag “Weisheit der Vielen und Ihr Einfluss auf unseren Alltag” auf dem BarCamp Berlin 3 propagiert medienlese Blogger Ronnie Grob, Crowdsourcing als Mittel gegen die um sich greifende “Expertokratie”. Selbsternannte und berufene Experten, Wissenschaftler und Sachverständige bestimmen was auf den Markt der Meinungen richtig ist und was nicht.
Crowdsourcing kann dabei ein Mittel sein um den Experten die Meinungshoheit zu entreißen. Es geht darum, dass man nur genug Leuten eine bestimmte Frage stellen muss, um der richtigen Antwort sehr nahe zu kommen. Menschen, die gemeinsam spannende, ausgefallene und passende Kreativlösungen finden und Entscheidungen konsensbasierend treffen.
Aber ist die Expertokratie überhaupt die Tyrannei der Wenigen, die unsere hochkomplexen gesellschaftlichen Fragen beantworten? Richtig und falsch. Richtig weil Medien, Politik und Wirtschaft immer häufiger auf die Meinung von Experten zurückgreifen und so oft nur eine eingeschränkte oder persönliche Sichtweise der Dinge zeigen. Falsch weil Experten auch in Zukunft weiterhin gebraucht werden. Hier hilft ein Blick auf das Wissensmanagement. Als Beispiel für die Weisheit der Massen gilt vielen Wikipedia. Die Schwäche von Wikipedia liegt aber in einem Datenbank- und Dokumentenmanagement-technischen “People-to-Document” Ansatz.
Echtes und komplexes Expertenwissen findet sich nur bedingt, oder muss mühsam aus unzähligen Beiträgen in Eigenleistung zusammengesetzt werden. Ein “People-to-People” Ansatz bringt oft schneller die gewünschten Ergebnisse und erfordert daher weiterhin das Wissen von Experten. Nicht alles Wissen kann in Form von Dokumenten abgelegt werden. Oft ist eine Nachfrage bei der entsprechenden Person schneller. Eine Zukunftsaufgabe wird es daher sein, Experten enger zu vernetzen.
BarCamp Berlin 3 gestartet
Das BarCamp3 in Berlin ist soeben erfolgreich gestartet. Die Sessionvergabe ist abgeschlossen. Wir warten auf die ersten Vorträge …




