Mit dem Avatar zur Fortbildung in 3D
Mit Second Life hat in der Vergangenheit zum ersten Mal eine technologische Plattform für 3D-Welten eine breite öffentliche Aufmerksamkeit gefunden. Die 3D-Welt wurde und wird in erster Linie von privaten Usern genutzt.
3D-Infrastrukturplattformen eignen sich aber nicht nur zum privaten Vergnügen, sondern finden auch beim E-Learning eine sinnvolle Anwendung. Das zeigt sich bei genauerer Betrachtung der bestehenden E-Learning Angebote in der virtuellen Welt. Denn in der 3D-Umgebung lässt sich mit neuartigen Veranstaltungsformen wie Open Spaces und BarCamps experimentieren und zusätzlich Erfahrungen für kommende 3D-Welten im E-Learning sammeln. Simulierte Erlebniswelten ermöglichen zudem konkrete Trainings im Team und bieten Übung beim Umgang mit der Orientierung in bestimmten Situationen. Auch wenn die Nutzerzahlen für Second Life auf den Rückmarsch sind, wird das Thema E-Learning in neuen 3D-Welten zukünftig seinen Markt finden.
Die Gartner Group geht davon aus, dass schon 2011 rund 80% aller Internetnutzer über einen digitalen Repräsentanten oder Avatar verfügen. Ein idealer Nährboden für eine große Zahl von neuen Angeboten wie zum Beispiel die Online-Plattform Twinity, die zunächst mit einem virtuellen Berlin aufwartet. Doch für welche Formen der Wissensvermittlung eignen sich virtuelle Welten überhaupt? Die aktuell häufigste Anwendung sind Veranstaltungen. Typische Veranstaltungsformen in digitalen Welten sind BarCamps, Open Space, Kongresse oder Podiumsdiskussionen. Diese lassen sich in der Regel recht einfach realisieren. Weiterlesen…
3. Dresdner Zukunftsforum in Second Life: Eine virtuelle Welt für alles und jeden
Experten auf dem Gebiet der virtuellen Realität gingen der Frage nach, welche Chancen virtuelle Welten insbesondere im Zusammenhang mit dem Thema Enterprise 2.0 bieten.

Wichtige Trends dürften hier in der stärkeren Einbeziehung der Kunden in die Wertschöpfung von Unternehmen und in der Unterstützung der Zusammenarbeit virtueller Teams liegen. Diskutiert wurde auch, ob es je nach Zweck, beispielsweise für Gaming oder Business eigene virtuelle Welten geben sollte oder ob ein 3D-Web für alle Anwendungen sinnvoller ist. Fazit der Runde: Eine virtuelle Welt für alles und jeden. Das dreidimensionale Web integriert das World Wide Web und avatar-basierte Umgebungen. Zusätzlich wird es abgegrenzte Welten für Special Interest Groups mit speziellen Geschäftsmodellen geben.
Das sind die Teilnehmer der Diskussionsrunde:
Holger Endert
Hauptarchitekt und Team-Leiter der RoboCup-Mannschaft des DAI-Labors, die seit den letzten zwei Jahren zur Top-10 der 2D Simulationsliga gehört.
Stephan Keisers
Creative Director der Second Interes AG, die sich auf Content Design, Business Development und Technical Solutions für virtuelle Welten spezialisiert hat.
Jean Miller
Leiterin der Abteilung Business Development Deutschland bei Linden Lab.
Danny Pannicke
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin, Forschungsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich Virtuelle Welten und deren Anwendung im Unternehmenskontext.
Alexander Schimkat
Director Interactive bei komm.passion, hat in der Vergangenheit Marken wie IBM, Deutsche Post, Sony Style, Bild.T-Online, Quelle, HEAD und viele mehr im Kontext virtueller Welten beraten.
Florian Alexander Schmidt
War unter anderem bei dem Berliner Unternehmen Metaversum tätig und arbeitete dort an Konzept und Interface der virtuellen Welt Twinity, 2006 erschien sein Buch “Parallele Realitäten”, 2007 gewann er den Wettbewerb “Reinventing The Virtual City” der Organisation Shinking Cities. Florian A. Schmidt.
Moritz Biehl
Hauptansprechpartner für das Thema virtuelle Welten bei T-Systems Multimedia Solutions und Betreuer von Diplomarbeiten rund um das 3D-Internet.
Zu Gast bei der Zweiten Simulationsliga!
In Second Life wird Fussball gespielt. Kleine Roboter in Spielfigurenformat treten auf einem virtuellen Feld gegeneinander an. Mit künstlicher Intelligenz ausgestattet entscheidet die Strategie der Mannschaft über Sieg und Niederlage.
In einem fast ausverkauften Fussballspiel zwischen dem Team Dainmaite und der AT-Humboldt trennten sich die Kontrahenten nach 33:50 Minuten mit einem 1:0. Im folgenden Spiel gegen die brasilianische Mannschaft Bahia2D führte Dainamite schnell und entschied das Spiel mit jenseits von 13:0 für sich. Mit geschicktem Kominationsspiel und Pässen in die Tiefe ließ Dainamite den Gegnern zu keinem Zeitpunkt eine Chance.
Das Robocup Spiel fand im umfunktionierten virtuellen Innenhof des Dresdner Zwinger statt. Die Rechenlast bewegt sich bei hohen Zuschauerzahlen an der Performancegrenze eines Second Life SIM. Obwohl sich der Spielfluss im Vergleich zu einem Real-Life Fussballspiel stellenweise etwas zog, verfolgten die Zuschauer gespannt das Spiel.
Exklusive Events in Second Life
Dieses Jahr kann das Dresdner Zukunftsforum auch in SL verfolgt werden.
Neben der Real-Life Übertragung des Vortrages zu Wikinomics: Mit Enterprise 2.0 zu neuem Erfolg von Don Tapscott und einem Podiumsgespräch zwischen Ranga Yogeshwar und Prof. Yadegar Asisi gibt es eine virtuelle Podiumsdiskussion zwischen SL Experten und ein Robocup Fussball Tunier.
Dafür stehen 2 Locations zur Verfügung:
Auf der östlichen Nachbarsim vom Dresdner Zwinger in SL (für angemeldete Teilnehmer)
SLURL: http://slurl.com/secondlife/dresden%20Gallery%203/69/124/51
der Dresdner Zwinger in SL (public)
SLURL: http://slurl.com/secondlife/Dresden%20Gallery/241/129/29und
Das Programm und weitere Information zu den eingeladenen SL Experten kann hier abgerufen werden.
3. Dresdner Zukunftsforum in Second Life
Neues im Second Life
Per Mausklick die Dresdner Gemäldegalerie besuchen.
Im Gästebuch auf der Seite der virtuellen Dresdner Gemäldegalerie, die seit Kurzem an 24 Stunden pro Tag und an sieben Tagen in der Woche in SecondLife zugänglich ist, liest man vor Allem Lob. Das detailgetreue Abbild der echten Gemäldegalerie Alte Meister inklusive aller 750 Werke ist die erste virtuelle Ausstellung dieser Art. Dresden ist somit innovativer Vorreiter auf diesem Gebiet. Weiterlesen…

