Semantisches Web trifft neuronale Netze

Future Talk mit Dr. Klaus Holthausen und Roy Uhlmann: Die Vision, alles zu vernetzen, rückt durch den Einsatz selbstregulierender dynamischer Systeme immer näher.

Beim 1. Dresden Open Space trafen sich Dr. Klaus Holthausen, Roy Uhlmann von qimaya mit Steffen Büffel. In diesem Gespräch gehen sie der Frage nach, wieso neuronale Netze die Suche im Web intelligenter machen.


Dresden Future Talks 2009: Dr. Klaus Holthausen und Roy Uhlmann from Steffen Bueffel on Vimeo.

Start des ersten Dresden Open Space

Das erste Dresden Open Space in den Werkstätten Hellerau in Dresden ist eröffnet. Knapp 100 Teilnehmer tauschen sich in 10 Sessions aus.

Dresden Open Space 08Die Themen reichen von “Twittern im Unternehmen”, “Semantic Web heute und in der Zukunft”, “Web 2.0 ist nicht genug?” zu Themen wie “Was ist dran am Mythos Enterprise 2.0?” oder “Kommunikation mit technischen Systemen – Netz vs. unsere Sinne”. Mit dem Thema Projektmanagement beschäftigt sich die Session “Agile Projeke vs. Web 2.0 – wo ist der Zusammenhang?”. Die Session “Wie erreiche ich heute Ziele?” beschäftigt sich mit der Karriereleiter in flachen Hirarchien. Interessant könnte auch die Session “Was werden wir in 20 Jahren definitiv nicht digital machen?” werden.  Die Frage wie weit Digitalisierung reichen kann, soll oder darf und was in Zukunft auch noch analog sein wird, ist sicher spannend.

Das erste Dresden Open Space bildet den Auftakt für weitere Open Spaces und Barcamps. Das zweite Open Space wird auf der Cebit stattfinden.

Vision des Webs der Zukunft auf dem Barcamp Berlin

Das semantische Web ist das Ziel, doch wie erreicht man es?

In der Session “Vision des Webs der Zukunft – Neuronale Netze und künstliche Intelligenz” sprechen Roy Uhlmann und Dr. Klaus Holthausen von Queap über die Zukunft des Webs. Bisher war die kontextuelle Suche im Internet Standard. Das Problem an dieser ist, dass der vollständige Inhalt einer Seite nicht erkannt wird. Beispiel Moby Dick: Weight Watchers oder Walfänger? Kontextuelle Suche kann das nicht beantworten. Selbst das kontextuelle Auffinden des Wortes “Wal” sagt hierzu nichts aus, denn es könnte sich ja auch lediglich um eine Beleidigung handeln.

Ziel ist es, dass eine Suchmaschine eine Webseite so erkennt wie ein Mensch, wenn er eine Buchseite liest. Das würde dazu führen, dass man eine wirkliche inhaltliche Suche hätte und eben nicht mehr nur ein oder MEHRERE Worte auf einer Webseite findet. Hierdurch entsteht dann im nächsten Schritt eine Suche nach Inhalt und Sinn. Und dieser kann dann auch kategorisiert werden. Beides zusammen emuliert die Struktur des menschlichen Gehirns, was dazu führt, dass Inhalte und Webanwendungen miteinander verknüpft werden können. Und das nennt man dann wiederum semantisches Web. Weiterlesen…

Web 3.0: Semantische Technologien für das Internet der Dienste und Dinge

Das Internet der Dienste und Dinge ist der nächste Entwicklungsschritt der Web-Technologien. Dadurch können mobile Subsysteme auf Informationen aus dem Web zugreifen.

Prof. Wolfgang Wahlster auf dem 3. Dresdner ZukunftsforumProf. Wahlster definierte in seinem Vortrag das Web 3.0 als die Kombination des semantischen Webs mit Web 2.0 Technologien.  Anschaulich erklärte er dies anhand der Frage “Wer hat 1954 die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen?” Antworten, die das Smart Web dann liefert sind multimedial. Semantische Zugriffsdienste verbinden nicht nur automatisch mehrere Dienste, sondern ermöglichen auch die Interaktion mit dem Benutzer.

Spannender als das Internet der Dienste ist jedoch das Internet der Dinge, also der Ausstattung alltäglicher Gegenstände mit Funksensorik, die Informaionen über Internet-Techologie aussenden. Diese Informationen werden z. B. durch RFID Chips ausgesendet. Smart Dust, also elektronischer Staub in Form von implantierten Funk-Chips, die unter einem Quadratmillimeter klein sind, ist heute dazu in der Lage, Informationen aus alltäglichen Dingen auszusenden. Eine vielversprechende Anwendung dieser Technologie ist das digitale Produktgedächtnisse. Funksensoren in Produkten speichern dabei Informationen über Umweltbedingungen, Eigenschaften, Standorte, etc. Produkte können so Aussagen über ihren Zustand oder ihre Eigenschaften aussenden. Darauf können wiederum Dienste aufsetzen, die diese Informationen in nutzwertigen Funktionen weiterverwenden. Das digitales Produktgedächtnis eines Autos z. B. liefert Antworten auf die Fragen, ob Femdteile eingebaut sind, wie oft das Auto mit zu wenig Öl gefahren wurde, ob der Airbag schon einmal benutzt wurde, usw.

Zuletzt präsentierte Prof. Wahlster eine Zukunftsperspektive, die er gemeinsam mit dem Cyber Assist Research Consortium arbeitet. In diesem Szenario werden Funk-Chips z. B. auf der Zunge implantiert oder in Kleidung eingebaut. Die Funktionsmächtigkeit dieser Chips ermöglicht dem Träger mit seiner Umwelt digital zu interagieren, z. B. mit implantierten Chips zu bezahlen, digitale Produkte auf den Chips in der Kleidung zu speichern oder Freunde auf Umgebungskarten zu lokalisieren, die in virtuellen Reality-Brillen angezeigt werden.

Die Zukunft des Webs manifestiert sich durch Web 3.0 in der Allgegenwart von Internet-Technologien, die das semantische Web mit dem Prinzip der Benutzerpartizipation kombiniert.

Dresden Future Talk # 8

Dr. Harald Sack über das Semantic Social Web

Im 8. media-ocean PreConference Podcast von Steffen Büffel erläutert Dr. Harald Sack die Bedeutung des Semantic Social Web. Harald Sack ist Dozent für Informatik an der Universität Jena und Gastwissenschaftler am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam.


Bisherige Dresden Future Talks:

Future Talk #1: Dirk Hilbert, Bürgermeister von Dresden
Future Talk#2: Martin Oetting von trnd
Future Talk #3: Prof. Joachim Niemeier
Future Talk #4: Ulrike Reinhard
Future Talk #5: Frank Hamm
Future Talk #6 – Dr. Frank Schönefeld
Future Talk #7: Sören Stamer

Wolfgang Wahlster beim 3. Dresdner Zukunftsforum: Web 3.0 – Semantische Technologien für das Internet der Dienste und der Dinge

Web 3.0 – Semantische Technologien für das Internet der Dienste und der Dinge.

Prof. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH), spricht in seinem Vortrag beim 3. Dresdner Zukunftsforum am 5. Juni 2008 über die Bedeutung semantischer Technologien für das Internet der Dienste und der Dinge und die Entstehung des Web 3.0. Das Abstract zu seinem Vortrag ist hier zu finden.