Location-based Service für mobile Cityportale – vorgestellt auf dem Innovation Day
In Berlin präsentieren T-Systems Multimedia Solutions und das Start-up-Unternehmen mobileo AG das Gemeinschaftsprojekt hochrangigen Vertretern der Wirtschaft und der Deutschen Telekom.
Mit dem Fokus auf Web X.0 wurden dem Publikum in der Hauptstadtrepäsentanz der Deutschen Telekom die drei Innovationsprojekte des Jahres 2008 demonstriert. “Location-based Service für mobile Cityportale” steht für ein neues Konzept für städteweite Informationsportale, welches mobil und nutzerfreundlich lokale und personalisierte Informationen zur Verfügung stellt. Diese WLAN-fähige Anwendung wurde während der Veranstaltung live auf einem iPhone präsentiert. Ad hoc werden dem Nutzer relevante Informationen, welche auf seinem Standort und seinen Interessen basieren, zusammengestellt. Diese Empfehlungen können beispielsweise aus aufbereiteten redaktionellen Inhalten, sogenannten „Trusted Sources“ von Verlagen und Magazinen kommen. Der Nutzer erhält so speziell für ihn zusammengestellte Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Shops oder Bars sowie historische oder kulturelle Highlights aus seiner Stadt. Hieraus kann der Nutzer entsprechende Touren erstellen, die er jederzeit abrufen kann. Zusätzliche ist eine Community-Funktionalität integriert. Nutzerbenachrichtigungen Bewertungen und der Austausch von lokalem Wissen erhöhen somit die Attraktivität für die Nutzer erheblich.
David Weinberger als Keynote-Speaker der Veranstaltung propagierte die Bedeutung von Web 2.0 Funktionalitäten, die die Teilnehmer der Veranstaltung auf dem “Location-based Service für mobile Cityportale”- Prototyp während der anschließenden Ausstellung live erleben durften.
Location-based City Portals. Opportunities for your City.
Web-Conferencing: Warum schlagen Einführungen immer wieder fehl?
Sie waren auch schon oft den ganzen Tag unterwegs für eine Stunde Meeting?
Ihr Unternehmen setzt ein Webkonferenzsystem ein, aber es wird kaum genutzt?
Ihr Reiseaufkommen beträgt mehr als 50.000 Euro im Monat? Oder Sie streben eine Zertifizierung nach der Umweltmanagementnorm ISO 14001 an?
Antworten auf diese Fragen liefert Birk Siegmund, Software-Entwickler von T-Systems Multimedia Solutions, in einem Webinar am Donnerstag, den 26. Juni um 15 Uhr. Erfahren Sie in diesem Webinar, warum sich Web-Conferencing bereits nach wenigen Besprechungen rechnet und wie Sie Ihre Conferencing-Lösung erfolgreich einführen.
Melden Sie sich an unter www.t-systems-mms.com/webinar
Don Tapscott über Wikinomics: Mit Enterprise 2.0 zum neuen Erfolg
“Guten Morgen” und schon gings in Englisch weiter. Don Tapscott, Autor des bekannten Buches Wikinomics, spricht über die Zusammenhänge von Internettechnologie, Wirtschaft und Gesellschaft im 21. Jahrhundert, die er Wikinomics nennt.
Er startet mit beeindruckenden Nutzerzahlen von MySpace, Flickr etc., aber das sei alles nur noch 2006. Heute bemerkt man den Einfluss der im Web 2.0 begonnenen Entwicklungen auch in der Wirtschaft, in der Produktentwicklung und Innovation. Für diesen Wandel macht Tapscott vier Haupttreiber verantworlich:
Zum Einen natürlich die Technologien um Web 2.0 und mobile Endgeräte, die für den Zugang zum Web 2.0 sorgen. Weiterhin verändert sich die Mediennutzung durch eine neue Generation an Kids, die nicht mehr im TV zappen, sondern bei YouTube surfen und die Autorität im Haushalt übernehmen, weil sie wissen, wie der PC zu administrieren ist (Generation Lab). Diese Generation (Net Generation) stellt Ansprüche: Freiheit ist wie Sauerstoff für sie; sie wollen mobil arbeiten, sie wollen alles personalisieren (Desktop, Klingelton), hinterfragen alles und sehen Arbeit und Lernen als eine gemeinsame Einheit. Denn wahre Neuigierde auf Informationen macht keinen Unterscheid, ob man dafür bezahlt wird.
Mit diesen Ansprüchen steht Unternehmen eine neue Generation an Mitarbeitern gegenüber: Unternehmen müssen diese Normen der NetGen bedienen können, um dem War for Talent zu gewinnen. Die gesamte Welt ist die Personalabteilung von Unternehmen. Man muss die Welt nur mit der richtigen Sprache ansprechen. Wirtschaftlich ändert sich die Struktur von Unternehmen, denn die Kosten für Informationssuche sinken dank Internettechnologie auf fast Null. Don’s Nachbar veröffentliche als Gold Miner Kartenmaterial von potentiellen Goldreserven im Netz und forderte Goldsucher, mit einem nicht zu verachtenden Preisgeld von einer halben Million Dollar, auf, diese Reserven genau zu lokalisieren. Die Goldreserven, die auf diese Weise gefunden wurden, verhalfen dem Unternehmen zu einer Umsatzsteigerung von 90 Millionen zu 10 Milliarden Dollar.
IT und Networks lassen Unternehmensgrenzen verschwinden: Produkte entstehen durch eine Zusammenarbeit vieler Beteiligter innerhalb und außerhalb des Unternehmens (Peers), so dass man nicht mehr davon sprechen kann, dass ein Z3 einzig von BMW und ein iPOd ausschließlich von Apple gefertigt wird. Kunden und Produzenten vereinen sich in einer Person, dem “Prosumer”: Unternehmen müssen sich den Peers öffnen, um neue Produktentwicklungen schnell auf den Markt zu bekommen, die Werbung zu gestalten, die die Zielgruppe auch wirklich anspricht, weil sie von der Zielgruppe selbst entworfen wurde.Unkonventionelle Ideen kommen nicht von einer Werbeagentur, sondern von den Brand Lovers. Das Enterprise 2.0, das Unternehmen der Zukunft, ist für ihn eine Kombination aus “peering”, “opennes”, “sharing” und “acting global”.
In seinem Buch erklärt Tapscott auch den sog. Wiki Workplace, in dem E-Mail out ist und jegliche Kommunikation nur noch über Instant Messaging, Telepresence, Blogs und Wikis funktioniert. In diesem Buch hat Don ein Kapitel offen gelassen und ein Wiki aufgesetzt, um das letzte Kapitel von Jedermann schreiben zu lassen: Zur Freude der Net Generation, zum Ärgernis seines Buch-Verlegers.
In Zukunft keine E-Mails mehr
Denken außerhalb der Inbox
Auf der next08, die vergangenen Donnerstag in Hamburg stattfand, hielt Luis Suarez den inspierenden Vortrag Thinking out of the Inbox – More Collaboration through less e-mail. Luis Suarez ist Knowledge Manager, Community Builder und Social Computing Evangelist bei IBM. Das Ende der E-Mail Kommunikation sieht er als Konsequenz eines Veränderungsprozesses, den Unternehmen durchlaufen, die Web 1.0 Technologien durch Web 2.0 Technologien ersetzen.
Aus der konsequenten Nutzung von Enterprise Social Software resultieren diese Vorteile:
- Steigerung des Wissenszuwachs, der Arbeitsproduktivität und -geschwindigkeit neuer Generationen
- die Weisheit älterer Generationen vor ihrer Pensionierung nutzbar zu machen
- Beschleunigung der Produktinnovation
- stärker auf Kunden eingehen zu können und dafür notwendiges Fachwissen unkompliziert abzurufen
Am anschaulichsten verdeutlicht die folgende Darstellung der Wiki Collaboration diese Vorteile.
Allerdings reicht es nicht, einfach nur die Technologien zu implementieren. In der Hauptsache geht es um die Veränderung der Zusammenarbeit. Die Technologie kann lediglich die verbesserten Bedingungen der Zusammenarbeit ermöglichen, mehr aber auch nicht.
Die Veränderungen der Zusammenarbeit erfordert hingegen eine andere Sichtweise auf das Unternehmen. Was an die Stelle der bisherigen Zusammenarbeit rückt, ist Collaboration in einer Organisation, in der sich Menschen in Communities zusammenschließen. Eine Antwort auf die Frage, wie ein Unternehmen am einfachsten seine Struktur und Kultur verändert, um sich zu dieser Organisation zu entwickeln, liefert der Vortrag leider nicht.
Hier die Slides:
Zweite Auflage: Web 2.0 im Online-Marketing
Torsten Schwarz, Betreiber des E-Mail Marketing Forums hat die zweite Auflage des Buches “Leitfaden Integrierte Kommunikation. Wie Web 2.0 das Marketing revolutioniert” herausgebracht.
Praxisbeispiele sollen zeigen, wie “Web 2.0?-Anwendungen die Instrumente der integrierten Kommunikation auf dem Weg zur Dialogkommunikation ergänzen kann. Außerdem zeigt das Buch die ganze aktuelle Bandbreite des “Web 2.0?-Potentials wie Corporate Blogs, Virales und Mobile Marketing. Ebenfalls in der zweiten Auflage ist der „Leitfaden Online-Marketing“ erschienen. In dem Werk berichten die hundert führenden Köpfe der Szene über alle Aspekte des Online-Marketings.
Erfolgsgeschichte Social Networks
Geht es nach einer Studie des britischen Internet-Dienstleisters hitwise könnten die Betreiber sogenannter Social Networks in naher Zukunft den großen Suchmaschinen wie Google große Marktanteile abnehmen.
Schon heute leiten die Social Networks 7,7 Prozent des Upstream Internet Traffics an andere Websites weiter. Damit sind die Social Networks der zweitgrößte Traffic-Lieferant im Internet nach den Suchmaschinen.
Andreas Goss fasst dazu einige Key Learnings zusammen und befasst sich mit der Frage, ob sich die Erkenntnisse der Studie auch auf Deutschland übertragen lassen.
Den Erfolg der Social Networks untermauert auch eine weitere Studie. Laut comScore sind mittlerweile 45 Prozent aller deutschen Online-Nutzer in einem Online Social Network (OSN) registriert. Eine genauere Analyse der Studie findet sich bei denkquer.
Enterprise 2.0 in Deutschland
Enterprise 2.0 ist in vielen deutschen Unternehmen noch kein Thema.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von CoreMedia und Berlecon. Technologien wie Wikis, Blogs oder Social Bookmarking werden bei über 90 Prozent der befragten Unternehmen weder abteilungsübergreifend noch unternehmensübergreifend eingesetzt. Etwa die Hälfte der Fachverantwortlichen glaubt zwar an die Relevanz von Web 2.0 für den Unternehmensalltag, der konkrete Nutzen bleibt aber unklar. Fast 90 Prozent der Befragten gaben außerdem an, dass die Anforderungen hinsichtlich Zusammenarbeit und Wissensaustausch gestiegen sind.
Diese Erkenntnis deckt sich mit der Einschätzung von „redaktionelles-wissensmanagement“, wonach sich die allgemeine Informationsmenge bis 2010 versechsfachen und die Unternehmen so dazu zwingen wird, geeignete Strategien zur Bewältigung zu suchen.
Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang: Bernd Schmitz schreibt in seinem Blog, dass die Unternehmen ihre Kommunikationskultur verändern müssen und zwar „nicht einfach per Arbeitsanweisung oder Managementrichtlinie“ sondern durch Führungskräfte, die „ein neues Dogma akzeptieren und vorleben.“
Edit: bwl zwei null greift das Thema ebenfalls auf.
Enterprise 2.0 Summit während der Cebit
Im Rahmen der CeBIT wird es am 4. März ein Enterprise 2.0 Summit geben.
Die Veranstaltung befasst sich mit den Potenzialen und Herausforderungen von Web 2.0 und Social-Software im Unternehmen. Zum Advisory Board gehört übrigens Prof. Dr. Joachim Niemeier, der vielen noch sehr gut als Moderator des 2. Dresdner Zukunftsforums in Erinnerung sein dürfte.
3. Dresdner Zukunftsforum – Update
Am 5. Juni findet das 3. Dresdner Zukunftsforum „Leben in der digitalen Welt“ statt.
Die Vorbereitungen sind in vollem Gange, der Großteil des Programms steht. Zu den Themen gehören diesmal der durch Web 2.0 eingeleitete Wandel zum Enterprise 2.0, die zunehmende Bedeutung von Computerspielen und ihr Einfluss auf die Geschäftswelt sowie die Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz und ihre Anwendungen im Internet. Mit dabei sind u.a.:
- Don Tapscott, einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Unternehmensstrategie, international bekannt als Buchautor und Keynote Speaker. Sein neuestes Buch „Wikinomics: How Mass Collaboration Changes Everything” ist in 20 Sprachen erschienen und gilt inzwischen als internationaler Bestseller.
- Prof. Wolfgang Wahlster, Professor an der Universität des Saarlandes und Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Er gilt als einer der herausragendsten Experten auf den Gebieten der Künstlichen Intelligenz und der Computerlinguistik.
- Für die Moderation der Veranstaltung konnten wir den bekannten Fernsehmoderator und Wissenschaftler Ranga Yogeshwar gewinnen.
Eine ausführliche Vorstellung dieser und weiterer Referenten beim 3. Dresdner Zukunftsforum folgt in Kürze hier im Blog.
Typ „Der Gemeine Internetnutzer“
Studie über das Surfverhalten im Internet veröffentlicht.
Eine aktuelle Studie hat 2007 uns Internetnutzer analysiert und dabei herausgefunden, dass ein Großteil, nämlich die „Relaxten“, nicht weiß, was sie eigentilch im Netz suchen und sich von Webseite zu Webseite treiben lassen.
Die „Enthusiasten“ suchen entweder nach privaten Kontakten, organisieren ihr soziales Leben im Netz oder tauschen sich fachlich über neue Entwicklungen im Internet aus. Die „Freien“ begreifen das Medium Internet als Medium zur Selbstdarstellung und Meinungskundgabe: Sie zeigen sich häufig in Social Communities und geben ihre Einstellungen bspw. in Weblogs preis. Gut gebildet sind sie auch die kleine Gruppe an Usern, die das Netz auch mobil nutzt. Die „Getriebenen“ kennen von Freunden und Bekannten soziale Netzwerke, melden sich auch mal an, sind aber weniger aktiv. Sie nutzen das Web eher rational auf der Suche nach nutzbaren Informationen.




